Impfdurchbrüche bei 20 Prozent im Bezirk Neunkirchen

Schon vor längerer Zeit geimpfte Personen im Bezirk gefährdet.

Erstellt am 13. Oktober 2021 | 05:12
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Die Bezirkshauptmannschaft Neunkirchen appelliert, sich den dritten Stich zu holen – und auch auf die Grippeimpfung nicht zu vergessen.
Foto: Wodicka

Weil es im Bezirk Neunkirchen in den Sommermonaten bei etwas mehr als 750 an Corona erkrankten Personen bei rund zwanzig Prozent zu Impfdurchbrüchen gekommen ist, empfiehlt die Bezirkshauptmannschaft, die dritte Impfung zu tätigen: „Die Durchbrüche hat es vor allem bei jenen Personen gegeben, die die zweite Impfung schon vor sehr langer Zeit erhalten haben und deren Immunsystem eher schwächer ist“, kennt Neunkirchens Bezirkshauptfrau Alexandra Grabner-Fritz die Details. Klar sei aber, dass die Impfung wirke: 95 Prozent der Intensivpatienten seien ungeimpft.

Abseits dessen führt die Bezirkschefin eine andere Impfung ins Treffen – nämlich jene gegen die Grippe. „Es ist anzunehmen, dass im kommenden Winter Influenzaviren und SARS-CoV-2 gleichzeitig zirkulieren werden, sodass Doppelinfektionen beziehungsweise sequenzielle Infektionen vorkommen werden. Eine gleichzeitige Infektion erhöht das Risiko für einen schweren Verlauf drastisch“, so Grabner-Fritz.

Die bundesweite Impfquote gegen die Grippe lag im Vorjahr lediglich bei 20 Prozent – und auch heuer halte sich das Interesse noch stark in Grenzen, heißt es. „Die Influenza-Impfung ist für alle Erwachsenen und Kinder ab dem vollendeten sechsten Lebensmonat empfohlen“, so die Bezirkshauptfrau. Der beste Zeitpunkt sei Ende Oktober bis Ende November, da der Aufbau des Schutzes etwa zehn bis 14 Tage benötige und schließlich vier bis fünf Monate anhalte.

Die Grippe-Impfung ist für Kinder bis 15 Jahre übrigens kostenlos.

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