Ternitzer Ehepaar verschlief Blitzeinschlag. Während man in Neunkirchen mit Hagel- und Sturmschäden kämpfte, mussten sich fünf Feuerwehren aus Ternitz um die Folgen eines Blitzschlages in ein Wohnhaus kümmern.

Von Tanja Barta. Erstellt am 28. Juli 2021 (05:54)

Das kurze, dafür aber heftige Gewitter am Sonntagabend hinterließ im Bezirk Neunkirchen seine Spuren. Nicht nur in der Bezirkshauptstadt mussten die Freiwilligen Feuerwehren ausrücken, im Ternitzer Ortsteil St. Johann hielt ein Blitzeinschlag die Floriani rund zwei Stunden auf Trab.

Ziel des Blitzes war ein Haus, in dem ein älteres Ehepaar lebt. Dieses schlief zum Zeitpunkt des Einschlags aber bereits. „Passanten haben die Einsatzkräfte aufmerksam gemacht. Sie haben den Rauch aus dem Dachstuhl kommen sehen. Die Besitzer selbst haben von all dem nichts mitbekommen“, erzählt Einsatzleiter Wolfgang Million, Kommandant-Stellvertreter der Freiwilligen Feuerwehr St. Johann.

Während die Passanten versuchten, das Ehepaar aus dem Schlaf zu läuten, rückten insgesamt fünf Wehren aus dem Ternitzer Stadtgebiet aus. Am Unfallort angekommen, konnte zumindest rund um die Hausbesitzer Entwarnung gegeben werden. Diese haben sich nämlich bereits im Garten befunden.

„Passanten haben Einsatzkräfte aufmerksam gemacht. Besitzer haben nichts mitbekommen.“ Wolfgang Million

Der Brand selbst konnte innerhalb kürzester Zeit wieder unter Kontrolle gebracht werden. Mit einer Wärmebildkamera wurden mögliche Glutnester gesucht. Und auch der Atemschutztrupp der Freiwilligen Feuerwehr Ternitz-Rohrbach stand im Einsatz.

Zwei Stunden nach Einsatzbeginn rückten die Feuerwehren auch schon wieder ein – das jedoch nur für eine kurze Zeit. Gegen 5.30 Uhr mussten zwölf Floriani erneut zu dem Wohnhaus. „Es hat sich anscheinend wieder etwas entzündet. Auch dieses Mal wurde der Rauch von Passanten wahrgenommen, die die Feuerwehr informierten“, erzählt Million über den zweiten Einsatz, bei dem ebenfalls niemand verletzt wurde.

Der Schaden am Haus selbst ist laut dem Einsatzleiter durch den Wassereinfluss bei den Löscharbeiten enorm. Insgesamt waren bei beiden Einsätzen 17 Fahrzeuge, 85 Personen und fünf Wehren im Einsatz.