Hauer tadelt Kautz: "Mit Krankheiten spielt man nicht". ÖVP-Bezirksparteichef Hermann Hauer kritisiert Aussage von SPÖ-Klubobmann. Dieser verteidigt sich, spricht von „einem Faktum“.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 05. November 2018 (01:25)
Feigl, Grabner
Günther Kautz (SPÖ) im Clinch mit Hermann Hauer (ÖVP)

Die Aussage von SPÖ-Klubobmann Günther Kautz bei der Mitgliederversammlung seiner Partei sorgt auch Wochen danach noch für Wirbel. Wie an dieser Stelle berichtet, hatte Kautz die NÖN aufgefordert, ihre Leser zu fragen, ob sie denn „einen kranken Herbert Osterbauer oder eine gesunde Andrea Kahofer“ als Bürgermeister haben wollen. Hintergrund ist, dass Osterbauer via NÖN seine Parkinson-Diagnose öffentlich gemacht hatte.

ÖVP-Bezirksparteichef, LAbg. Hermann Hauer nennt Kautz‘ Aussagen gegenüber der NÖN „entbehrlich“, wie er sagt: „Mit Krankheiten spielt man nicht!“ Das war auch der Grund, warum er Osterbauer bei einer kürzlich erfolgten Feuerwehrveranstaltung seinen Dank für dessen Arbeit aussprach. „Ich habe darauf hingewiesen, dass er stets ein offenes Ohr für die Freiwilligen hat und dem gesamten Gemeinderat für die Beschlüsse gedankt.“ Günther Kautz hingegen bezeichnet seine Rede als „peinlich“ und „parteipolitisch“, was Hauer zurückweist.

Kautz jedenfalls verteidigt seinen Sager, er spiele nicht mit der Gesundheit, sagt er. Fakt sei, so der Stadtrat, dass Parkinson eine schwere Krankheit sei: „Das ist ein Faktum und keine Polemik!“