Ein Rekordjahr bei den Rettungseinsätzen. Viele Notfälle haben den Bezirksstellen Neunkirchen und Gloggnitz ein Rekordjahr beschert – Rückgang bei Transporten.

Von Christian Feigl. Erstellt am 10. März 2014 (23:59)
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Von Christian Feigl

Mit teilweise erstaunlichen Zahlen zum Vorjahr warten die Rot Kreuz-Bezirksstellen Neunkirchen und Gloggnitz auf: Demnach gab es 2013 mit 26.378 insgesamt zwar weniger Kranken- und Ambulanztransporte als im Jahr davor (29.334), dafür ist die Zahl bei den Rettungs- und Notarzteinsätzen gestiegen. Hier konnte man mit 12.654 Einsatzfahrten sogar einen Rekord in der Geschichte der beiden Bezirksstellen verzeichnen. Insgesamt kamen die beiden Bezirksstellen auf 1.431.138 gefahrene Kilometer.
 

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„Bei Zweifel immer das höherwertige Einsatzmittel geschickt“

Bezirkskommandant Walter Grashofer kennt die Gründe: „Bei den Krankentransporten werden zum einen die Bewilligungsverfahren immer strenger, zum anderen gibt es einfach mehr Selbstfahrer.“ Dass die Einsatzfahrten gestiegen sind, begründet er mit der Zunahme von Notfällen: „Außerdem wird durch den Notruf 144 viel sensibler nach der Befragung am Telefon eingestuft und sicherlich bei Zweifel immer das höherwertige Einsatzmittel geschickt.“

Mittlerweile ein wichtiger Bestandteil des Roten Kreuzes ist der Gesundheits- und Soziale Dienst, wo von Neunkirchen aus auch Wiener Neustadt mitbetreut wird: Auch hier waren die Gesamtstunden bei der Hauskrankenpflege um etwa 3.000 Stunden auf 15.946 rückläufig. „Das ist der Tatsache geschuldet, dass im Vorjahr mehr Heimplätze geschaffen wurden und es in der Innenstadt von Wiener Neustadt zu einem unerklärlichen Einbruch kam“, analysiert Grashofer.
 

„Wir suchen sowohl aktive als auch unterstützende Mitglieder“

Bei der „Tisch Österreich“ Aktion konnten im Vorjahr 40.652 Kilo Lebensmittel an Hilfsbedürftige verteilt werden. Einen leichten Einbruch gibt es ebenfalls bei der Zahl der Freiwilligen Helfer: Diese schrumpfte von 669 auf 663. Deshalb führen die Verantwortlichen derzeit auch eine Mitgliederwerbeaktion durch: „Weil die Zeit immer schnelllebiger und das Berufsleben immer intensiver wird, finden wir nur noch schwer freiwillige Helfer. Deshalb suchen wir sowohl aktive als auch unterstützende Mitglieder“, appelliert Grashofer. Der sich auf dem Weg der NÖN auch bei allen Unterstützern bedanken möchte: „Ohne die freiwilligen Spenden wäre der Betrieb längst nicht mehr aufrecht zu halten!“