Mann empfing Polizei in Neunkirchen mit Schlagstock. Mann bedrohte Lebensgefährtin. Am Tatort griff er dann auch die Beamten an.

Von Christian Feigl. Erstellt am 26. Februar 2020 (04:27)
Symbolbild
Shutterstock/Tung Phan

Zu einer gefährlichen Situation kam es am Mittwochabend bei einem Polizeieinsatz im Steinfeld: Nach dem Hilferuf einer Frau attackierte ihr Lebensgefährte die einschreitenden Beamten mit einem Schlagstock. Er wurde mit Pfefferspray außer Gefecht gesetzt.

Es war ein dramatischer Hilferuf, der die Polizei kurz nach 18 Uhr erreichte. Eine Frau gab an, von ihrem Lebensgefährten bedroht und misshandelt zu werden, so Bezirkspolizeikommandant Johann Neumüller. Weil der Mann im Hintergrund drohte, dass er bei Einschreiten der Polizei mit einer „Artillerie auffahren“ werde, wurden gleich drei Streifen zum Einsatzort geschickt.

Eine Besatzung der Stadtpolizei erreichte als erste das Ziel. Am Weg in die Wohnung bemerkte sie vor dem Wohnhaus einen Mann und erkundigte sich, ohne zu wissen, dass es sich dabei um besagten Randalierer handeln würde, nach dem Vorkommnis. Plötzlich zog er einen asiatischen Schlagstock und versuchte, auf die Polizisten einzuschlagen.

Die reagierten geistesgegenwärtig und setzten den Neunkirchner mit einem Pfefferspray außer Gefecht. „Auch in der Polizeiinspektion verhielt er sich weiterhin aggressiv. Zum Glück wurde niemand verletzt“, so Neumüller, der sich wundert, dass die Staatsanwaltschaft keine Untersuchungshaft verhängt hat. Von der Polizei wurde ein Annäherungs- und Betretungsverbot ausgesprochen.