Erhöhung für Hort sorgt für Diskussion. Koalition brachte Beschluss nur mit einer Stimme durch. Auch Skaterplatz und WLAN standen auf der Tagesordnung.

Erstellt am 16. Juni 2014 (08:55)
Bgm. Irene Gölles: »Sind noch immer die Billigsten im Bezirk!«
NOEN, Archiv
Von Gerhard Brandtner

Zumeist herrscht im Gloggnitzer Gemeinderat breite Zustimmung und ein Großteil der Beschlüsse erfolgt einstimmig. Am Donnerstag war es dann aber knapp und die Koalition zwischen der Liste „Wir für Gloggnitz“ und der ÖVP brachte die Erhöhung des Finanzierungsbeitrages für den Schülerhort mit nur einer Stimme mehr durch.

SPÖ: „Das ist nicht in unserem Sinne"

Vor allem die SPÖ stieß sich an der Erhöhung von rund 20 Prozent. „Das ist nicht in unserem Sinne und aus unserer Sicht nicht erforderlich“ so Herbert Malik von der SPÖ. Bürgermeisterin Irene Gölles (Liste) verteidigte ebenso wie Waltraud Rigler und Friedrich Wernhart (beide ÖVP) die Erhöhung, die rund 15 Euro im Monat ausmacht. „Wir sind die billigsten im Bezirk und sehr flexibel“ so Irene Gölles. Wernhart betonte, dass es Förderungen gibt, die von Eltern teilweise gar nicht in Anspruch genommen werden.

SPÖ, die Grünen und Werner Müllner überzeugte dies trotzdem nicht. Ebenfalls für Diskussionen sorgten einige Dringlichkeitsanträge. Der Grüne Gemeinderat Johann Schabauer bemängelte den Zustand des Skaterparkes und ortet dort Gefahr im Verzug. „1999 war die letzte Überprüfung. Der Park soll weg vom ’Streuner-Image‘ zu einer attraktiven Anlage werden“, so Schabauer.

„Wir sind verpflichtet, die Spielplätze zu überprüfen“

Dass die Anlage nie überprüft worden wäre, ist für Irene Gölles schwer vorstellbar. „Wir sind verpflichtet, die Spielplätze zu überprüfen“. Dass der Zustand des Skaterparks kein Aushängeschild ist, wurde auch außer Streit gestellt.

Die SPÖ forderte die Errichtung einer WLAN-Station im Bereich Naturbad und Sportplatz. „Außerhalb der Badesaison könnte diese Anlage dann am Eislaufplatz eingesetzt werden“, so Herbert Malik, der sich für eine umgehende Umsetzung aussprach und einen Grundsatzbeschluss forderte. „Wir brauchen das jetzt nicht über das Knie zu brechen“, so Irene Gölles. Der Vorgang wird jetzt zum Ausschluss zugewiesen.

Uneingeschränkt einig war man sich beim ersten Nachtragsvoranschlag, da sich die Zahlen bereits aus dem einstimmig beschlossenen Jahresabschluss ergeben haben.