Die fahrenden Engel aus Ternitz. 13 Personen sind es, die tagtäglich 100 bis 120 Personen mit Essen versorgen. Zwei Lieferantinnen bei „Essen auf Rädern“ sprachen mit der NÖN über die letzten Monate.

Von Tanja Barta. Erstellt am 22. Februar 2021 (04:23)
SPÖ-Sozialstadtrat Franz Stix, die beiden Lieferantinnen Ilse Stix und Edith Unger sowie der Vorsitzende des Regionalvereins Volkshilfe Ternitz Robert Unger vor einem von insgesamt drei Fahrzeugen bei „Essen auf Rädern“.
Tanja Barta

Sie versorgen von Montag bis Sonntag 100 bis 120 Personen mit warmem Essen. Doch hinter dem Team von „Essen auf Rädern“ steckt noch viel mehr als „nur“ Essen ausliefern: Sie plaudern auch kurz mit den Menschen, die sie beliefern, bringen Abwechslung in ihren Tag. Mit der NÖN sprachen zwei Lieferantinnen, die während der Corona-Zeit zu helfen begannen.

Ilse Stix und Edith Unger sind zwei von insgesamt 13 Helfern. „Wir fahren bei einer Route circa 40 Kilometer. Insgesamt liefern wir 60 Portionen aus“, erzählen die Damen. Ilse Stix ist seit November dabei, Edith Unger beliefert die Ternitzer seit dem ersten Lockdown. Warum die beiden ihre Freizeit zur Verfügung stellen? „Ich arbeitete 40 Jahre für die Gemeinde und habe immer mit Menschen zusammengearbeitet“, so Stix über ihre Beweggründe. Diese unterscheiden sich auch nicht wirklich zu jenen von Edith Unger: „Ich wollte einfach wieder etwas unter Menschen kommen!“

Die Tour für die Helfer, die für ihren Dienst eine kleine Entlohnung bekommen, beginnt bereits um halb neun. „Wir holen das Essen vom ,SeneCura‘ ab und dann schauen wir, dass alle bis 12 Uhr ihr Mittagessen haben“, erzählen die Damen. Beim Ausliefern an die Klienten darf die kleine Plauderei an der Türschwelle natürlich nicht fehlen. Am Montag würden die Gespräche dann immer etwas länger ausfallen: „Da erzählen sie uns dann immer von ihrem Wochenende und ihren Kindern und Enkerln“, schmunzeln die Helferinnen. Corona sei in den letzten Monaten übrigens nie ein Thema gewesen, die Leute hätten immer über andere Themen gesprochen.

Insgesamt stehen für „Essen auf Rädern“ drei Autos zur Verfügung. „Wir beliefern nämlich nicht nur die Privatpersonen, sondern auch die Kindergärten“, so Ternitz’ SPÖ-Sozialstadtrat Franz Stix.

Wer ebenfalls ein Teil des Teams sein möchte, kann sich bei Robert Unger (02630/38240-20) melden. „Wir sind auf der Suche nach jemandem, der uns von Montag bis Sonntag, 9 bis 12 Uhr, helfen würde. Es gibt auch eine Entschädigung. Aber wegen des Geldes macht das keiner, es muss Herzblut dabei sein!“, so Unger, Vorsitzender des Regionalvereins der Volkshilfe.