Evelyn Artner: "Ich stelle mich der Herausforderung!". Nach der historischen Wahl in Schwarzau am Steinfeld, bei der Evelyn Artner (ÖVP) zur neuen Bürgermeisterin gewählt wurde, sprach die NÖN mit ihr über die aktuelle Situation und darüber, wie überrascht sie selbst vom Ergebnis war.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 13. Februar 2020 (21:07)
Evelyn Artner (ÖVP) ist neue Bürgermeisterin von Schwarzau am Steinfeld.
Tanja Barta

Was ihr durch den Kopf gegangen sei, als sie das Ergebnis der Bürgermeisterwahl erfuhr? „Mir ist ziemlich viel durch den Kopf gegangen“, gibt die neue Bürgermeisterin von Schwarzau am Steinfeld, Evelyn Artner zu. Die NÖN erreichte sie noch am Abend nach der historischen Wahl im Gemeinderat, bei der die bisherige ÖVP-Gemeinderätin zur Nachfolgerin von SPÖ-Ortschef Günter Wolf gewählt wurde. „Mir war klar, dass meine Leute hinter mir stehen werden – aber ich bin natürlich auch davon ausgegangen, dass Bürgermeister Wolf mehr Stimmen erhalten wird, schließlich hält er ja die Mehrheit im Gemeinderat“, gibt sie zu, dass sie vom Ergebnis völlig überrascht war. 

"Hoffe, dass wir guten Weg finden!"

Ob sie überlegen musste, ob sie die Wahl annnehmen soll? „Natürlich hätte ich nicht damit gerechnet – aber klar war für mich schon, dass ich mich dieser Herausforderung natürlich stelle, wenn ich die Chance dazu habe.“ Gleichzeitig erklärt sie, dass ihre Hand ausgestreckt sei: „Ich hoffe sehr, dass wir trotzdem einen guten Weg und zu einem ,Miteinander' finden, das war und ist mir sehr wichtig.“ Dass ihre Partei neben Wolf überhaupt eine weitere Kandidatin vorschlug, sei auch ihrem guten Vorzugsstimmenergebnis bei der Gemeinderatswahl geschuldet gewesen, erläutert Artner: „Ich habe großes Vertrauen innerhalb der Bevölkerung gespürt“, erklärt die ÖVP-Politikerin, die seit 2015 Teil des Schwarzauer Gemeinderats ist.

Neuer Sitzungstermin wird gesucht

Wer sie aus den Reihen der SPÖ gewählt haben könnte, wisse sie nicht, so Artner: „Ich habe grundsätzlich immer versucht, mit allen gut zusammenzuarbeiten. Auch mit dem Bürgermeister, wo mir aber oft ziemlich heftiger Wind entgegengekommen ist.“ Der nächste Schritt sei nun jedenfalls, einen neuen Sitzungstermin zu finden sowie Gespräche zu führen: „Ich möchte, dass das zügig passiert“, so Artner.