Feuerwehrmann als Zündler: 18 Monate bedingt

Mittlerweile 18-jähriger Mann legte zahlreiche Brände und beteiligte sich anschließend selbst an den Löscharbeiten. So kamen ihm die Kameraden schließlich auch auf die Schliche...

NÖN Redaktion Erstellt am 24. September 2021 | 10:10
Gericht Symbolbild
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Foto: Shutterstock.com, Salivanchuk Semen

Ein mittlerweile 18-jähriger Ex-Feuerwehrmann musste sich am Donnerstag vor dem Landesgericht Wiener Neustadt wegen sechsfacher Brandstiftung und einem Versuch, ein Feuer zu legen, verantworten. Der junge Mann bekannte sich voll schuldig und gab an, dass er „einsatzgeil“ gewesen ist. „Ich wollte den Kollegen beweisen, dass ich was drauf habe.“

Deshalb hatte er - stets im Bezirk Neunkirchen - im Frühling und Sommer 2019 drei Brände auf Böschungen und Feldern gelegt, im Mai 2020 neben der Südbahn mit einer Zigarette einen dürren Busch entzündet und am 14. Februar diesen Jahres eine Mülltonne bei einer Wohnhausanlage angezündet. Schlussendlich brannte es dann am 14. März in einem leeren Wohnhaus. Bei einem anderen Haus blieb es beim Versuch. Insgesamt wurde dabei ein Schaden von fast 37.000 Euro angerichtet.

Überall, wo es brannte, beteiligte sich der Angeklagte mit seinen Feuerwehrkollegen an den Löscharbeiten. Die waren es dann auch, die ihm auf die Spur kamen, weil „ich habe den Kollegen gesagt, dass gleich ein Einsatz ist“, so der Mann vor Gericht.

Der 18-Jährige gilt laut Gutachter als vermindert schuldfähig. Der Angeklagte gab vor Gericht an, dass er die Taten sehr bereue und „wenn ich könnte, würde ich alles rückgängig machen“. Er erklärte, dass er schon dreimal bei einer Jugendberatung gewesen sei und auch bereits angefangen habe, den Schaden wieder gut zu machen.

Der Mann wurde zu 18 Monaten bedingter Haft verurteilt, außerdem erging die Weisung zur Psychotherapie und Bewährungshilfe.