Mehr als 20 neue FF-Chefs im Bezirk Neunkirchen. Turnusmäßige Neuwahlen konnten problemlos abgewickelt werden, bilanziert der Bezirksfeuerwehrchef. In 21 Wehren gibt es einen neuen Boss, in mehr als 30 einen neuen Vize.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 26. Februar 2021 (04:22)
Bezirksfeuerwehrkommandant Josef „Sepp“ Huber spricht seinen Floriani im Bezirk ein großes Lob aus: Die Wahlen seien problemlos abgelaufen, bilanziert er.
Archiv/Feigl

Mit sehr viel Abstand, reichlich Desinfektionsmittel und ohne obligatorischen Handschlag – die traditionellen Jahreshauptversammlungen der Freiwilligen Feuerwehren liefen im heurigen Jahr gänzlich anders ab als sonst.

Trotzdem wickelten die Wehren ihre turnusmäßigen Neuwahlen allesamt erfolgreich ab, freut sich Bezirksfeuerwehrkommandant Sepp Huber: „Unter der disziplinierten Einhaltung der Covid-19-Regeln konnte eine durch eine Wahlversammlung verursachte Ausbreitung des Virus verhindert werden. Auch die Tatsache, dass es keine Wahlanfechtung gab, zeugt von einer professionellen Vorbereitung und einem reibungslosen Ablauf.“

Die Ergebnisse förderten jedenfalls etliche neue Personalien zutage: In mehr als 20 Freiwilligen Feuerwehren wurden neue Kommandanten bestellt – zuvor hatten wahre Feuerwehr-Legenden den Hut genommen: Johann Brandstätter dankte etwa nach 20 Jahren als Chef der Freiwilligen Feuerwehr Peisching ab und überließ mit Anton Kress der Jugend den Vortritt. Eine Rochade gab es auch bei der Freiwilligen Feuerwehr Kirchberg am Wechsel: Auf Michael Morgenbesser folgte Harald Hollendohner als neuer Kommandant.

Sogar mehr als 30 Wechsel gab es auch bei den Vizekommandanten – etwa in Küb (Gemeinde Payerbach), wo der erst 19-jährige Tim Bous in diese Funktion gewählt wurde. Knapp zehn Veränderungen wurden bei den Verwaltern verzeichnet – in Natschbach-Loipersbach übernahm mit Anna Böhm die erste Frau diese Position. Apropos Frauen: Aktuell sind zehn Damen in einem Feuerwehrkommando tätig – allesamt als Verwalterinnen.

Diesen Samstag steht nun die finale Wahl der Bezirks- und Abschnittskommanden an – 180 Personen, jeweils der FF-Kommandant und dessen erster Stellvertreter, sind wahlberechtigt. Ziel dieses Urnenganges sei „ein reibungsloser Ablauf“, aber auch eine „zukunftsorientierte personelle Aufstellung“, wie es Huber formuliert, ohne vorab auf etwaige Veränderungen einzugehen. Im Vorfeld habe es jedenfalls „intensive und konstruktive Gespräche“ gegeben, geht Huber von einem problemlosen Ablauf aus.


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