Sozialmarkt in Ternitz gerettet. Nachdem die Förderungen vom Land für den „soogut-Markt“ gestrichen wurden, greift die Stadt unter die Arme.

Von Tanja Barta. Erstellt am 10. Dezember 2019 (04:36)
SPÖ-Bürgermeister Rupert Dworak und SPÖ-Sozialstadtrat Franz Stix unterstützen den Sozialmarkt mit 5.000 Euro. Marktleiterin Barbara Sandhofer nahm den Spendenscheck entgegen.
Stadt

Eine der letzten Entscheidungen der Landesregierung hat die Sozialmärkte in Niederösterreich hart getroffen: Die Landesförderungen wurden gestrichen. Auch jener Markt in Ternitz hat nun mit den Finanzen mehr denn je zu kämpfen. Die Stadtgemeinde hat mit einem Scheck aber nun unter die Arme gegriffen. Damit ist zumindest der Fortbestand für das Jahr 2020 abgesichert.

3.500 Einkaufspässe wurden in der Stadtgemeinde bereits ausgegeben. Der „soogut“-Markt ist vor allem für Familien und Personen, die ein schwächeres Einkommen haben, gedacht. Von Lebensmitteln bis hin zu Hygieneartikel aber auch Kleidung und Mittagsmenüs ist hier beinahe alles erhältlich.

Stadtgemeinde steuert 5.000 Euro bei

Nach dem Beschluss der Landesregierung, dass alle landesweiten Förderungen für die Märkte gestrichen werden, machten sich Sorgenfalten auf der Stirn von Barbara Sandhofer breit. Sie ist die Marktleiterin in Ternitz und zitterte mit dem Geschäftsführer der Sozialmärkte Niederösterreich um den Fortbestand.

Durch die Streichung der Förderungen muss auch beim Personal gespart werden – 50 Prozent der derzeitigen Belegschaft müssen freigestellt werden. Deshalb appelliert SPÖ-Stadtchef Rupert Dworak an die Mitbürger, freiwillig zu helfen: „Es werden Ehrenamtliche für die Kassa, die Regalbetreuung, als Küchenhilfe, für den Second-Hand-Markt, die Reinigung oder auch Fahrten gesucht!“ Mit einem Spendenscheck in der Höhe von 5.000 Euro konnte zumindest der vorläufige Fortbestand für das Jahr 2020 gesichert werden.