Debatte um Vorstand in St. Egyden. Freiheitlicher Gemeinderat Robert Toder verärgert über Aussagen von Ortschef Terler. Dieser lädt nochmals zu Gesprächen ein.

Von Elfi Hagenbichler. Erstellt am 25. März 2020 (04:31)
Robert Toder (FPÖ) und Ortschef Wilhelm Terler (ÖVP)
Archiv

Die Reduktion des Gemeindevorstandes – die NÖN berichtete – „war bei Vorgesprächen mit dem Bürgermeister kein Thema“, hält Robert Toder seitens der FPÖ fest. Er übte zuletzt Kritik daran, dass die FPÖ keinen Posten im Vorstand erhielt – hätte man die Anzahl der Mitglieder beibehalten, wäre seiner Partei ein Posten zugestanden.

Gespräche mit Bürgermeister Wilhelm Terler bezüglich der Zusammenarbeit in der neuen Gemeinderatsperiode hätten zwar stattgefunden, eine Reduktion sei aber nicht absehbar gewesen. „Vielmehr wurde ich aus dem Kreis der ÖVP-Mandatare darauf angesprochen, wer aus der FPÖ-Fraktion die Funktion eines geschäftsführenden Gemeinderates übernehmen würde“, so Toder. Ein weiterer Kritikpunkt: „Auch der Einladungskurende war unter Punkt vier nur ,Wahl des Gemeindevorstandes‘ zu entnehmen, obwohl richtigerweise auch die Festsetzung der Anzahl der Mitglieder als eigener Punkt auf der Tagesordnung hätte angeführt werden müssen!“

Es habe einen gemeinsamen Beschluss von SPÖ und ÖVP gegeben, worin die Anzahl der Vorstandsmitglieder festgelegt worden sei, bezieht ÖVP-Bürgermeister Wilhelm Terler Stellung zu den „fortwährenden Vorwürfen der FPÖ“. Darüber hinaus hätte es vor der konstituierenden Sitzung auch ein persönliches Gespräch zwischen Toder und ihm gegeben, bei dem es um die aktive Mitarbeit der FPÖ gegangen sei.

„Diesem Wunsch kam ich nach und berücksichtigte dies auch in der Zuteilung der Ressorts. Der Gemeindevorstand wurde von Toder nicht thematisiert, weswegen ich davon ausging, dass es hier keine unterschiedlichen Auffassungen gibt“, wundert sich Terler. „Ich bin bereit, die Sachverhalte nochmals, in einem Gespräch mit Toder, darzulegen“, betont er – kritisiert aber die Kommunikation über die Medien.