Freiwillige Helferinnen stellen Mundschutzmasken her. „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ Sagt Bürgermeister Peter Steinwender. Und spricht damit die aktuelle Corona-Pandemie an, die auch seine Gemeinde Grünbach am Schneeberg in Atem hält.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 30. März 2020 (13:17)
So sehen die selbst hergestellten Masken aus.
privat

„Wir versuchen, bestmöglich auf die derzeitige Krise zu reagieren“, hält der SPÖ-Ortschef fest. Man halte sich selbstverständlich an die Vorgaben der Bundesregierung – darüber hinaus stehe man aber auch mit den Ärzten der Region in ständigem Austausch, hält er fest.

Freiwillige Helfer im Einsatz

Auf Anregung von Arzt Christoph Weber etwa werden derzeit hunderte Mundschutzmasken von freiwilligen Helfern produziert. „Die Masken bieten zwar kaum einen Schutz für den Träger oder die Trägerin, soll aber helfen im Falle einer Ansteckung die Umgebung weniger zu kontaminieren“, so der Ortschef über die Initiative. Nach dem Gebrauch müssen die Masken ausgekocht und können anschließend wiederverwendet werden. „In den Warteräumen unserer Ärzte sind sie bereits in Verwendung. Wer welche für den privaten Gebrauch verwenden will, bekommt diese gratis.“

Die ersten hundert Prototypen wurden von Dieta Lorenz vom Stoffladen „Frieda Nr.3“ aus Saubersdorf kostenlos zur Verfügung gestellt, derzeit sind die Grünbacherinnen Sabine Mayerhofer und Reingard Vorisek intensiv am Nähen. „Zu den Masken wird ein informativer Begleittext mitgegeben, damit keine falschen Hoffnungen bezüglich Selbstschutz entstehen“, hält Steinwender fest.

Maßnahmen gegen Vereinsamung

Unterdessen macht sich der Bürgermeister aber auch Gedanken, um Maßnahmen gegen eine mögliche Einsamkeit, vor allem bei der älteren Bevölkerung, zu setzen. „Es sind derzeit Möglichkeiten in Ausarbeitung, wie wir zu ihnen Kontakt halten können, ohne das Infektionsrisiko zu erhöhen.“ Darüber hinaus appelliert Steinwender, sich an bereits bekannte Sicherheitsmaßnahmen zu halten – etwa an das Abstand halten, zum Beispiel beim Einkauf. „Um die Sicherheitsabstände einhalten zu können, kam ein eigenes Schreiben an alle Gemeindebürgerinnen und -bürger heraus, in dem gebeten wird, die erste Stunde nach der Öffnung des Nahversorgers zu meiden. Davor war in dieser Stunde das höchste Einkaufsaufkommen, seither verteilt sich das Einkaufsvolumen besser über den Tag und die Abstände können gut eingehalten werden“, lobt er. Und fasst zugleich zusammen: „Eine schwierige Zeit, in der viel Zusammenhalt spürbar ist. Gemeinsam werden wir auch das schaffen!“