Loris Pirollo: „Hier lernt man etwas fürs Leben!“. Loris Pirollo (22) ist NÖ-weit der Erste, der das Programm in einem Krankenhaus absolviert.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 22. Januar 2021 (04:12)
Loris Pirollo absolviert sein freiwilliges Sozialjahr in Hochegg.
LK

Er bringt Patienten zu ihrer Therapie, überzieht die Betten und greift dem Pflegepersonal unterstützend unter die Arme: Seit September 2020 absolviert Loris Pirollo sein freiwilliges Sozialjahr am Landesklinikum Hochegg. Der 22-Jährige aus Schwarzau am Steinfeld ist damit der Erste in ganz NÖ, der sich zur Absolvierung eines solchen Jahres an einem Klinikum entschied.

Ursprünglich wäre Pirollos Wahl ja auf das Bundesheer gefallen – doch Verletzungen machten dies nicht möglich, weshalb er sich schließlich für die soziale Schiene entschied. „Insgesamt absolviere ich zehn Monate, diese kann ich mir zu meinem Zivildienst anrechnen lassen“, erzählt der 22-Jährige. Seine Entscheidung, am LK Hochegg tätig zu werden, bereut er keine Sekunde: „Mir wird jeden Tag bewusst, wie schön es ist, gesund zu sein und dass man das auf jeden Fall schätzen muss.“ Zwar gebe es von Zeit zu Zeit auch schwierige Momente zu meistern, doch würde der gelernte Stahlbautechniker ein freiwilliges Sozialjahr jederzeit weiterempfehlen: „Es ist schön, Menschen helfen zu können. Ich versuche auch, den Leuten gut zuzureden, wenn ich sie etwa zur Therapie oder zurück zur Station bringe. Ich bin jedenfalls davon überzeugt: Hier lernt man etwas fürs Leben!“

Beruflich soll es für den 22-Jährigen jedoch in eine andere Richtung gehen – er möchte Polizist werden. „Aber freiwillig tätig zu sein, etwa als Sanitäter, kann ich mir schon gut vorstellen.“