HAK-Schüler übten sich als Abgeordnete. Schüler der 1BK nahmen an Jugendparlament teil und vertraten die berufsbildenden Schulen im Hohen Haus. Die Jugendlichen punkteten vor allem mit ihrem kreativen Bewerbungsvideo.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 11. Dezember 2019 (11:09)

Dass Politik auch Spaß machen darf, stellten die Schülerinnen und Schüler der 1B-HAK unter Beweis: Auf Einladung von Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) hatte die Schulklasse neben drei weiteren Klassen aus Niederösterreich und Oberösterreich die Gelegenheit, die Arbeit im österreichischen Parlament hautnah zu erleben – und auch selbst durchzuspielen, wie aus einem Gesetzesentwurf ein Gesetz wird. Die HAK durfte bei diesem Event neben zwei AHS-Klassen und einer Polytechnischen Schule die berufsbildenden Schulen vertreten.

Schüler übten sich als "Maschek"

Im Vorfeld mussten die Klassen übrigens ein Bewerbungs- und Auswahlverfahren durchlaufen – die 1BK bewarb sich mit einem Videobeitrag, welche die Vorstellungen der Jugendlichen zur Demokratie enthielt, aber auch eine Parodie einer Nationalratssitzung nach dem Vorbild von „Maschek“. Das Video findet sich auf der Homepage der Schule: https://www.hakneunkirchen.at/uncategorized/1bk-kreatives-bewerbungsvideo-fur-das-jugendparlament-2019/

Jugendliche in Klubs aufgeteilt

Das Jugendparlament startete schließlich mit einer Führung durch die Räumlichkeiten des Parlaments, ehe der aktuelle Bundesratspräsident Karl Bader (ÖVP) die Klassen im Sitzungssaal begrüßte. Im Anschluss daran wurden die Mädchen und Burschen nach ihren persönlichen Interessen in vier verschiedene Klubs eingeteilt. Diese wurden am Freitag von fünf jungen Abgeordneten des Nationalrats aus allen vertretenen Parteien unterstützt.

Die Klubsitzungen fanden – ganz nach dem Vorbild der Realität – unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, auch die Lehrer waren nicht dabei. Beobachtet und dokumentiert wurde der gesamte Ablauf von einem Reporterteam und Social Media-Postern. Die verschiedenen Positionen der Klubs wurden zuerst intern diskutiert, dann wurden Koalitionsverhandlungen geführt und schließlich wurden die unterschiedlichen Positionen in zwei Ausschusssitzungen gegenübergestellt.

Rede im Hohen Haus gehalten

Den Abschluss des Ausflugs bildete schließlich eine Plenarsitzung, die sogar im Internet übertragen wurde und so von einigen Eltern und Freunden live mitverfolgt wurde. Die zwölf Schülerinnen und Schüler nutzten die einmalige Gelegenheit, eine Rede im Hohen Haus zu halten. Das Resümee zum Jugendparlament fiel entsprechend positiv aus: „Eine tolle Erfahrung – gut für die Klassengemeinschaft und für das Selbstbewussstein“, war nur eine der zahlreichen Rückmeldungen. Oder auch die Feststellung, dass Politik „gar nicht so fad“ sei, wie ursprünglich angenommen.