Gemeinde Prigglitz: Rücktritt gefordert. Auch die Kuh-Affäre wurde wieder thematisiert. Forderungen eines Betroffenen lassen den ÖVP-Ortschef kalt.

Von Gerhard Brandtner. Erstellt am 30. Juli 2014 (05:01)

PRIGGLITZ / Zuerst ging es „nur“ um das Wasser, jetzt fordert Wilfried Feichtinger den Rücktritt von Bürgermeister Franz Teix (ÖVP). In einer E-Mail an die Gemeinde und einige Gemeinderäte formuliert Feichtinger gleich mehrere Rücktrittsgründe.

„Nach meinem Wissen sind Vorwürfe der Korruption und Vertuschung im Zusammenhang mit der Kuh-Jagd-Affäre noch immer nicht geklärt. Diese Affäre alleine würde jeden anderen Bürgermeister sofort dazu bringen, schon alleine aus Anstandsgründen seinen Rücktritt einzureichen“, so Feichtinger. Noch ausführlicher nimmt der Mediziner zum Punkt der Wasserversorgung der beiden Häuser im „Fliedergraben“ (die NÖN berichtete) Stellung.

„Das einfache Abdrehen dieser Wasserversorgung ohne Vorwarnung ist ein bürgerfeindlicher Akt eines Bürgermeisters, welcher wohl untragbar geworden ist“, lässt Feichtinger seinem Unmut freien Lauf. Schon die Vorbesitzer haben Wasser entnommen. „Wenn schon, wie behauptet wird, die versorgende Quelle in einem schlechten Zustand ist, so hätte man mich als Hausbesitzer vonseiten der Gemeinde von diesem Umstand in Kenntnis setzen müssen“, hält Feichtinger fest, der im Verhalten von Franz Teix eine schwere Verfehlung in der Amtsausübung sieht.

Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe weist Franz Teix zurück

„Zur Sache mit den Kühen ist anzuführen, dass ich von der Bezirkshauptmannschaft verwarnt wurde“, so das Gemeindeoberhaupt zur NÖN. An seinen Kritiker schrieb Teix, dass die Vorwürfe der Korruption und Vertuschung vom Tisch sind, und: „Über Anstand haben Sie nicht zu entscheiden“, so in der Stellungnahme des Bürgermeisters.

Nach Auffassung der Gemeinde gibt es bei zwei Häusern keinen Anschluss an die öffentliche Wasserversorgung. „Diese Häuser liegen nicht im Versorgungsgebiet. Ein Anschluss daran ist daher auch nicht erzwingbar. Die Anschuldigungen, ich hätte als Bürgermeister und Baubehörde erster Instanz hier Versäumnisse und schwere Fehler begangen sind falsch. Ich weise dies entschieden zurück.“ In der mehrseitigen Stellungnahme der Gemeinde ist auch zu lesen, dass man zu Gesprächen bereit ist. „Voraussetzung wäre jedoch eine sachliche und emotionslose Gesprächsbasis“, so Teix.