Bürgerliste will mitmischen. Bekannte Gesichter um Roland Reiter haben „Gemeinsam für Würflach“ ins Leben gerufen.

Von Clemens Thavonat. Erstellt am 08. August 2019 (04:34)
Bürgerliste „Gemeinsam für Würflach“, Bürgerliste „Gemeinsam für Würflach“
v.l.n.r.: Meteorologe und Obmann Roland Reiter., Tierarzt, Landwirt und Obmannstellvertreter Karl Lorber., Vorstandsmitglied, Medizinerin Gerlinde Reiter., Vorstandsmitglied, Angestellter Michael Pacher., Vorstandsmitglied, Schlossermeister und Hufschmied Wolfgang Teichmann.

Im kommenden Jahr treten diverse Gruppierungen und politische Parteien an, um die Bürger der Gemeinden von ihren Zielen zu überzeugen.

Auch in Würflach tut sich diesbezüglich nun einiges. Nach dem Austritt von Gemeinderätin Monika Cadaj aus der FPÖ und ihrem Verbleib als „wilde“ Gemeinderätin, wirbt auch eine überparteiliche Bürgerliste um Mitstreiter: „Gemeinsam für Würflach“, so deren Name. „Wir sind eine Gruppe von engagierten Würflachern, die sich zu einem Verein zusammengeschlossen haben. Ziel ist es, die Gemeindepolitik in Zukunft mitzugestalten und als parteiunabhängige Liste bei der Gemeinderatswahl 2020 anzutreten“, erklärt Roland Reiter, Obmann der Liste.

Er kämpft für die Umwelt, das Klima und sorgsamen Umgang mit den Ressourcen unserer Erde. Sein Stellvertreter ist Tierarzt und Landwirt Karl Lorber, der Mitspracherecht und Infoss vermisst. Die Ärztin Gerlinde Reiter sowie der Angestellte Michael Pacher und Schlossermeister Wolfgang Teichmann komplettieren das derzeitige Vorstandsteam. In groben Zügen kritisiert man fehlende Vorab-Informationen über manche Vorhaben im Ort, sowohl im Gemeinderat, als auch gegenüber der Bevölkerung. Das beträfe etwa die Themen-Badschließung, Baumrodungen im Ort oder Bauvorhaben, die Auswirkungen auf die Anrainer haben.

Viele Gemeindebürger würden sich im bzw. vom Gemeinderat nicht vertreten fühlen. Weiters bezweifeln die Vorstandsmitglieder die kommunizierten Errichtungskosten eines Neubaus der Volksschule samt Hort und Veranstaltungshalle am Gelände des jetzigen Terrassenbades um zwei Millionen Euro, die im November 2018 genannt wurden – die seien viel zu niedrig angesetzt. ÖVP-Ortschef Franz Woltron sieht den neuen Mitbewerber entspannt: „Das ist legitim, Bürger sollen sich für Politik interessieren. Wie das allerdings von der Gruppierung gehandhabt wird, ist mir noch nicht bekannt.“