Ein Herz für Wildtiere. In Gloggnitz werden rund 30 Tiere betreut, vor allem Siebenschläfer und Igel, aber auch Krähen und einen Hasen.

Von Gerhard Brandtner. Erstellt am 01. Oktober 2020 (04:12)
Anita Kinast und Madeleine Petrovic kümmern sich um die Tiere.
GB

Bei der Arbeit des Wiener Tierschutzvereines, der bekanntlich jetzt als „Tierschutz Austria“ auftritt, denken viele zuerst an die „klassischen Haustiere“ wie Hunde oder Katzen. Doch das Team rund um Präsidentin Madeleine Petrovic hat sich auch den Wildtieren in Not verschrieben und auch in Gloggnitz eine kleine Wildtierstation aufgebaut, die von Anita Kienast betreut wird.

„Es ist traurig, doch die Tierschutzbehörden in Österreich sind nicht verpflichtet, für Wildtiere Sorge zu tragen. Anders als die meisten Hunde oder Katzen haben Wildtiere niemanden“, so Petrovic. In Gloggnitz werden aktuell rund 30 Tiere betreut, vor allem Siebenschläfer und Igel, aber auch Krähen und einen Hasen zählt man zu den Gästen. „Über das Jahr haben wir im Schnitt rund 300 Tiere“, berichtet Anita Kinast, „wovon rund die Hälfte direkt aus der Umgebung stammt.“ Im Vordergrund stehe immer das große Ziel, die Tiere nach der Pflege und Genesung wieder auszuwildern. So wie die Igel, die immer wieder mit Verletzungen, die vor allem von Mährobotern stammen, in die Obhut von Anita Kinast übergeben werden. Und von der Tierschützerin mit viel Liebe und Engagement wieder aufgepäppelt werden.

Aus ihrer Arbeit weiß sie auch zu berichten, dass teilweise Unwissenheit mitspielt. „Es wäre nicht immer notwendig, die Tiere gleich zu bringen. Manchmal ist es besser, anzurufen, dann kann schon geholfen werden“, so Anita Kinast.