Jugendliche bedrohten 53-Jährigen mit Abstechen. Zwei jugendliche „Früchtchen“ mussten sich nun einem Prozess stellen – bedingte Haftstrafen, nicht rechtskräftig.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 02. Oktober 2019 (06:33)
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Symbolbild

Gerade einmal 15 und 17 Jahre alt sind die beiden Angeklagten, die sich wegen gefährlicher Drohung vor Gericht verantworten mussten. Sie sollen, laut Staatsanwaltschaft, am 4. Juli am Gloggnitzer Bahnhof einen ÖBB-Bediensteten bedroht haben. Wobei der Ältere dem Mann angedroht haben soll, ihm einen Scooter auf den Kopf zu schlagen, während der Jüngere gleich jemand schicken wollte, „der dich und deine Familie abstechen wird“.

Laut Opfer (53) war der Ältere – wieder einmal – mit einem Scooter am Bahnsteig unterwegs. „Es haben sich Reisende beschwert. Ich sagte ihm, es ist verboten.“ Daraufhin habe der ihm damit gedroht, ihm den Roller auf den Kopf zu schlagen. Der 53-Jährige ging daraufhin in sein Büro. „Da fuhr er dann dauernd vor der Tür auf und ab und hat den Roller aufgedroschen. Ich ging wieder raus und fragte, ob ich die Polizei gerufen habe.“ Der Bedienstete verneinte: „Wegen so einer Kleinigkeit mach‘ ich das nicht.“ Dann sei allerdings der Jüngere gekommen und habe ihn erst angespuckt und dann seine Familie bedroht.

Ein Zeuge hat den Zwischenfall sogar mit seinem Handy aufgenommen und spielte die Aufnahme vor Gericht ab.

Die beiden Angeklagten zeigten sich vom Prozess wenig beeindruckt, hatten auch schon öfter mit der Polizei zu tun. Beide gaben an, aus Zorn und Wut gehandelt zu haben. Schlussendlich lauteten die – nicht rechtskräftigen – Urteile auf acht Wochen bedingte Haft für den Älteren und sechs Wochen bedingt für den Jüngeren. An beide erging die Weisung zum Anti-Aggressions-Training, an den 17-Jährigen zusätzlich die für eine Berufsausbildung, an den 15-Jährigen die zu Schulbesuch und zur Bewährungshilfe.