Petrovics politisches „Comeback“. Bis 2015 war die Gloggnitzerin Landessprecherin ihrer Partei, nun holte sie Minister Anschober als Fachexpertin in sein Kabinett.

Von Gerhard Brandtner. Erstellt am 23. September 2020 (03:55)
Petrovic mit Hündin „Mausi“.  
Brandtner

Der Tierschutz in Österreich ist untrennbar mit dem Namen Madeleine Petrovic verbunden. Die Wahlgloggnitzerin vertrat die Grünen nicht nur lange Zeit in Nationalrat und Landtag – und war von 1994 bis 1996 sogar deren Bundessprecherin –, sondern ist auch ehrenamtlich Präsidentin des Wiener Tierschutzvereines, der sich heuer auf „Tierschutz Austria“ umbenannt hat.

Auch beruflich hatte Petrovic oft mit dem Tierschutz zu tun. Nach ihrem Abschied aus dem Landtag vor zwei Jahren wechselte die studierte Juristin und Betriebswirtin zurück in die im Bundeskanzleramt angesiedelte Abteilung für Gewaltprävention und frauenspezifische Legistik. Und von dort holte sie Gesundheitsminister Rudolf Anschober im Juli diesen Jahres in sein Ressort als Expertin für den Bereich Tierschutz. „Und da ist viel zu tun. Es gibt viele Baustellen“, meint Madeleine Petrovic, „die Kommunikation zwischen Bund und Ländern gehört hier verbessert.“

Petrovic sieht sich als Bindeglied zwischen dem Ministerium und den Fachabteilungen. Und wünscht sich, dass das Tierwohl und der Tierschutz generell verbessert werden. Vorstellen kann sich die Tierschützerin unter anderem speziell geschulte Polizeibeamte pro Bundesland, ebenso wie einen Vertrauensvorschuss für seriöse Tiervermittlungsvereine. „Der Tierschutz verdient unsere Aufmerksamkeit“, meint sie.