SPÖ tritt mit Liste an. Alexander Gatty (26) will am 26. Jänner einen Sitz im Gemeinderat erobern – als erster SPÖ-naher Mandatar überhaupt.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 13. November 2019 (03:56)
Alexander Gatty
Philipp Grabner

Es wäre ein Novum in St. Corona: Seit Beginn der Zweiten Republik gab es noch keinen einzigen SPÖ-Mandatar im Gemeinderat. Geht es nach Alexander Gatty, wird sich das allerdings mit der Gemeinderatswahl am 26. Jänner 2020 ändern. Da will der 26-jährige Jus- und Volkswirtschaftsstudent nämlich mit einer eigenen Liste kandidieren.

Dies tut er, wie Gatty im NÖN-Gespräch erklärt, zwar mit Unterstützung der SPÖ, allerdings nicht dezidiert als SPÖ-Ortspartei. Viel mehr will er als Namensliste antreten. „Auf Gemeindeebene geht es in erster Linie um Sachpolitik und nicht um ideologische oder parteipolitische Fragen“, erklärt er seine Entscheidung. Außerdem wolle man so auch parteiunabhängige, politikinteressierte Bürger ansprechen: „Momentan bin ich noch ein Einzelkämpfer und suche daher noch Mitstreiter, die auf der Liste kandidieren möchten“, rührt Gatty kräftig die Werbetrommel.

Politisch interessiert und engagiert hat sich Gatty, der in Wien studiert, seinen Zweitwohnsitz allerdings in seiner Heimat St. Corona hat, bereits in jungen Jahren. Parteimitglied ist er seit zehn Jahren, beim VSStÖ (Verband Sozialistischer Studentinnen in Österreich) fungierte er einst als Jus-Gruppensprecher.

Gemeindepolitisch will sich Gatty vor allem für die Belebung des Ortskerns einsetzen: „In den letzten Jahren haben fast alle Gasthäuser zugemacht, es gibt keinen Treffpunkt mehr im Ort“, überlegt er. Dazu komme, dass er ÖVP und FPÖ nicht alleine das Feld überlassen möchte – obwohl er betont, mit beiden Fraktionen eine gute Gesprächsbasis zu haben: „Eine zusätzliche Liste bringt frischen Wind und ich denke, ein dritter Blick auf die Dinge kann nie schaden“, ist er überzeugt.

Welches Ziel er sich für die Gemeinderatswahl am Beginn des kommenden Jahres gesetzt hat? „Wenn man von Null beginnt, hofft man natürlich zunächst auf den Einzug in den Gemeinderat und das Erreichen von zumindest einem Mandat“, meint er.