Kirchberger Ärztezentrum soll 2021 Betrieb starten. Noch im September sollen die Arbeiten für Kirchbergs Gesundheitszentrum im bisherigen Pilippgarten beginnen.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 05. August 2020 (05:34)
Im Kirchberger Pilippgarten soll das Gesundheitszentrum entstehen. Bürgermeister Willibald Fuchs (ÖVP) hat die Pläne bereits parat.
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Sechs Allgemeinmediziner, ein Kinderarzt, Pflegepersonal, Fachärzte sowie Anbieter von Gesundheits- und Sozialberufen – sie alle sollen im neuen Gesundheitszentrum in Kirchberg am Wechsel künftig einen Platz haben. Nachdem der Gemeinderat bereits vor eineinhalb Jahren grünes Licht für das Vorhaben gab, ist seit kurzem auch die Finanzierung fix: Die Fördermittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes sind gesichert, erklärt Landesrat Martin Eichtinger (ÖVP), der das Zentrum als „wichtiges Leuchtturmprojekt im Ausbau des Gesundheitswesens“ bezeichnet.

Konkret soll das Gesundheitszentrum direkt im Zentrum der Gemeinde, im Pilippgarten, gebaut werden. Die Arbeiten sollen laut Bürgermeister Willibald Fuchs (ÖVP) bereits im September dieses Jahres starten, im Oktober 2021 soll es schließlich in Betrieb gehen. Der Ortschef ist davon überzeugt, dass das Zentrum langfristig die Gesundheitsversorgung in der gesamten Region sicherstellen wird, wie er im NÖN-Gespräch meint: „Und nicht zuletzt ist es auch ein klares Zeichen dafür, dass der ländliche Raum gestärkt wird“, so Fuchs. Das passe auch gut zum Profil von Kirchberg: „Unsere beiden großen Themenbereiche sind die Bildung und die Gesundheit. Hier setzen wir nun den nächsten Schwerpunkt“, so der Ortschef.

„Nicht zuletzt ist das auch ein klares Zeichen dafür, dass der ländliche Raum gestärkt wird!“ Willibald Fuchs (ÖVP), Bürgermeister

Alle drei derzeitigen Hausärzte in Kirchberg übersiedeln mit Betriebsstart übrigens in das neue Zentrum – drei weitere Kassenärzte kommen hinzu. Während die hausärztliche Versorgung schließlich im Erdgeschoß abgewickelt werden soll, ist das Obergeschoß für diverse Fachärzte reserviert. „Die genaue Zeiteinteilung – also, wann welcher Arzt hier sein wird – wird erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen“, geht der Bürgermeister ins Detail. Was abseits dessen noch dazukommt: Das Schaffen neuer Parkplätze vor dem Zentrum. „Das wird mit Sicherheit eine Herausforderung, aber auch das wird gelingen“, zeigt sich der Bürgermeister zuversichtlich.

Realisiert wird das Projekt in Kooperation von Gemeinde, Land Niederösterreich sowie Österreichischer Gesundheitskasse und Ärztekammer Niederösterreich. Während die EU-Fördergelder rund 2,2 Millionen Euro betragen, wird auch die Gemeinde einen Beitrag leisten müssen: „Wir rechnen damit, dass wir rund 500.000 Euro beitragen müssen“, so Fuchs.

Noch ausständig ist für den Start des Großprojektes übrigens ein entsprechender Beschluss der Landeszielsteuerungskommission. Das dürfte laut Landesrat Martin Eichtinger jedoch nur mehr Formsache sein. Dies werde der Umsetzung nicht im Wege stehen, zeigt sich das NÖ Regierungsmitglied überzeugt.