Werner Schneider: „Kontakt zu den Schülern wichtig!“. Mit der Pensionierung von Direktorin Andrea Wernhart stieg Werner Schneider zum neuen Schulleiter auf. Ein NÖN-Gespräch.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 18. Januar 2020 (05:54)
Werner Schneider an seinem neuen Arbeitsplatz in Grünbach.
Philipp Grabner

Erst vor wenigen Wochen übernahm Werner Schneider an der Neuen Mittelschule Grünbach und der Volksschule Höflein die Schulleitung. Trotzdem fühlt sich der 45-jährige Pädagoge an seinen beiden neuen Wirkungsstätten schon sehr wohl, wie er im NÖN-Gespräch bestätigt: „Ich schätze die familiäre, herzliche Umgebung und auch, dass ich von den Kollegen so gut aufgenommen wurde“, meint Schneider, der aktuell sein bereits 19. Dienstjahr absolviert.

Bereits Erfahrung als Vizedirektor

Als die Stelle von Direktorin Andrea Wernhart frei wurde – sie trat mit 1. November in den Ruhestand, wir berichteten – ergriff der ursprüngliche Ternitzer, der heute mit seiner Familie in Straßhof (Gemeinde Wartmannstetten) lebt, die Chance und bewarb sich: „Ich war bereits an meiner früheren Schule, der Sta. Christiana in Wiener Neustadt, Direktorstellvertreter und hatte die Möglichkeit, vieles kennenzulernen“, so Schneider.

Grundsätzlich habe er eine Leitungsfunktion durchaus angestrebt, wie er sagt: „Natürlich ist es eine Herausforderung, viel Neues kommt auf einen zu – aber die Arbeit macht mir sehr große Freude“, bereut er seinen Schritt keine Minute.

„Ich schätze die familiäre, herzliche Umgebung und, dass ich gut aufgenommen wurde!“ Werner Schneider, Schulleiter.

In den Lehrberuf fand der passionierte Sportler nur über Umwege: Schneider studierte Sportwissenschaften und war nebenbei als Begleitlehrer mit Schülern der Ternitzer Sporthauptschule unterwegs. „Dann habe ich gemerkt, dass mir das großen Spaß macht“, erklärt der 45-Jährige – weshalb er anschließend auch die Pädagogische Hochschule absolvierte.

Bis zuletzt stand Schneider als Lehrer auch noch selbst im Klassenzimmer – in seiner Funktion als Schulleiter ist das nicht mehr möglich: „Mir ist es sehr wichtig, dass ich beide Standorte gleichwertig behandle und auch regelmäßig vor Ort bin. Aber bei Supplierungen ergreife ich gerne die Chance, um in die Klassenzimmer zu kommen“, so Schneider – denn: „Der Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen ist mir sehr wichtig!“

Ein Anliegen ist es Schneider auch, „Bildung sehr breit aufzustellen“, wie er im Gespräch betont: „Egal, ob die Kinder nach der Schule gleich in den Beruf einsteigen oder eine weiterführende Schule besuchen – sie sollen das nötige Rüstzeug von uns bekommen, bestmöglich starten zu können!“ Dem wolle er gemeinsam mit seinen Pädagogenkollegen – rund 15 in Grünbach, fünf in Höflein – nachkommen, wie er betont.

Privat ist Schneider verheiratet und Vater eines neunjährigen Sohnes. Die Freizeit genießt er gerne in der Natur sowie am Berg. „Da fühle ich mich besonders wohl“, schmunzelt er im Gespräch.