GVV-Konferenz: Kögler mit 100 Prozent bestätigt. Sozialdemokratische Gemeindevertreter hielten ihre GVV-Bezirkskonferenz im Pottschacher Kulturhaus ab. Vorsitzende Sylvia Kögler wurde in ihrer Funktion bestätigt.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 11. September 2020 (10:39)
Vorsitzende Sylvia Kögler mit ihren Stellvertretern sowie GVV-Präsident Rupert Dworak und den Abgeordneten Christian Samwald und Andrea Kahofer. Im Bild: Bürgermeister Helmut Meier, Bürgermeister Florian Diertl, Bürgermeisterin Doris Kampichler, Bürgermeisterin Sylvia Kögler, Landtagsabgeordneter Christian Samwald, Bundesrätin Andrea Kahofer und Bürgermeister Rupert Dworak.
Wunderl/SPÖ Bezirk Neunkirchen

Unter Einhaltung der Covid-19-Vorkehrungen ging am Donnerstagabend die Konferenz der sozialdemokratischen Gemeindevertreter des Bezirks Neunkirchen im Kulturhaus Pottschach über die Bühne. Thematisch widmete man sich einerseits einer Rückschau auf die vergangenen Monate, es galt aber auch, die Gremien nach der Gemeinderatswahl zu bestellen. GVV-Vorsitzende Sylvia Kögler zeigte sich zufrieden, dass in allen Gemeinden SPÖ-Mandatare zur Wahl antraten. Einziger Wermutstropfen: Prigglitz. Dort traten die SPÖ-Gemeinderäte nämlich mit einer parteiunabhängigen Liste an.

Kritik: Bedarfszuweisungen ,,nicht transparent"

Kritik übte Kögler in ihrem Referat daran, dass in Niederösterreich die Vergabe von Bedarfszuweisungen „noch immer nicht transparent“ sei. Gerade in Zeiten der Coronakrise könne es nicht sein, dass „Finanzmittel ohne Richtlinien vergeben werden“, so die Grafenbacher Bürgermeisterin. In der laufenden Periode werde man hier „sicherlich mehr Gerechtigkeit einfordern“, so Kögler.

NÖ GVV-Präsident Rupert Dworak legte dar, dass die Krise nicht nur die Menschen belaste, sondern auch die Gemeinden massiv betroffen seien. „Alleine die Senkung des Eingangssteuersatzes kostet den Gemeinden 1,14 Millionen Euro, zum anderen steigen die Kosten für das Gesundheits- und Sozialwesen enorm“, so der Ternitzer Stadtchef. Dworak ist überzeugt: „Die Corona-Milliarde des Bundes wird nicht ausreichen, den Gemeinden nachhaltig zu helfen.“ Seine Forderung: „Neues, frisches Geld, damit die Gemeinden als größter öffentlicher Investor die Wirtschaft wieder ankurbeln können.“

Hundert Prozent für Kögler

Bei der Wahl wurde der gesamte Vorstand – laut SPÖ-Angaben – mit 99,8 Prozent der Anwesenden gewählt. Hundertprozentige Zustimmung gab es für die Vorsitzende, Bürgermeisterin Sylvia Kögler.