Hakenkreuze im Ortszentrum sorgen für Wut. Nazi-Symbol wurde in der Nacht auf Sonntag auf etliche Hausfassaden, die Kapelle oder die Bushaltestelle in Edlitz gesprüht. Die Schadenssumme ist unbekannt, die Polizei ermittelt.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 31. Januar 2021 (16:26)

Verärgerung und Wut herrschen in Edlitz, nachdem in der vorigen Nacht etliche Hausfassaden mit Hakenkreuzen beschmiert wurden. Betroffen sind unter anderem die Volksschule, eine Kapelle sowie etliche Wohnhausanlagen, wie auch eine NÖN.at-Anfrage bei der Landespolizeidirektion Niederösterreich ergibt. Laut Exekutive dürfte die Tat kurz nach Mitternacht passiert sein, „Schadenssumme ist noch keine bekannt, die Ermittlungen laufen“, heißt es gegenüber der NÖN.

Edlitz‘ Bürgermeister Manfred Schuh (ÖVP) wurde am Morgen beim Zeitungholen auf die Symbole aufmerksam. „Zu diesem Zeitpunkt war bereits die Polizei vor Ort und hat die Schmierereien dokumentiert.“ Er habe insgesamt 19 Hakenkreuze im Ort gezählt, so Schuh weiter: „Und zwar alle auf der linken Straßenseite, beginnend beim Schulhof“, so Schuh. Der Ortschef vermutet keinen politischen Hintergrund, weil die Hakenkreuze allesamt spiegelverkehrt aufgesprüht wurden – mächtig sauer ist er naturgemäß trotzdem: „Das ist ganz schlimm und wirklich sehr ärgerlich.“ Ihm zufolge habe eine von den Beschmierungen betroffene Person in der Nacht auch Geräusche gehört und eine vermummte Person wahrgenommen – „jemand ist der Gestalt nachgefahren, um nachzuschauen, aber es konnte keiner mehr gefunden werden“, so Schuh.