Sorge um Rehabilitationsklinik-Standort. Gemeindepolitik kämpft um den Fortbestand des Rehabilitationszentrums der Pensionsversicherung in Hochegg.

Von Tanja Barta. Erstellt am 16. Mai 2019 (04:10)
SPÖ
SPÖ-Gemeinderat Helmut Bochsbichler: „Wollen Informationen!“

Große Sorgenfalten haben die Politiker der Marktgemeinde Grimmenstein momentan auf ihrer Stirn. Gerüchten zufolge soll das Rehabilitationszentrum, geführt von der Pensionsversicherung (PVA), eventuell umgesiedelt bzw. komplett geschlossen werden. Die Gemeindepolitik hat nun reagiert und gemeinsam eine Resolution unterschrieben.

Wie es mit der Rehabilitationsklinik in Hochegg weitergehen wird, das weiß in der Marktgemeinde momentan niemand. Einer, der sich besonders für die Resolution der Krankenanstalt einsetzt, ist SPÖ-Gemeinderat Helmut Bochsbichler: „Aufgrund der vielen Gerüchte sehen wir dies als Möglichkeit, Informationen über die Zukunft der Sonderkrankenanstalt zu bekommen!“

Laut ÖVP-Bürgermeister Engelbert Pichler sei sich die PVA nicht sicher, wie es mit den Versicherungen in Österreich weitergeht. Denn in Hochegg stehen große Investitionen an. „Man hat auch schon darüber nachgedacht, alles komplett neu zu bauen“, gibt Pichler Einblick in die Pläne der Krankenanstalt.

„Gerüchte, wonach der Standort oder das Rehabilitationszentrum in Gefahr sind, entbehren jeglicher Grundlage und entsprechen nicht der Realität."Pressesprecher Markus Stradner

Er betont aber: „Das alles hat nichts mit den Landeskliniken zutun. Das Land hat hier keine Stimme.“ ÖVP-Landtagsabgeordneter Hermann Hauer gibt ebenfalls klar zu verstehen, dass sich diese Diskussion nicht um das Landesklinikum in Hochegg dreht: „Wenn in der Thematik die Sonderkrankenanstalt gemeint ist, verweise ich auf die Zuständigkeit des verantwortlichen Trägers, der PVA!“

Deren Pressesprecher Markus Stradner gibt gegenüber der NÖN jedoch Entwarnung: „Gerüchte, wonach der Standort oder das Rehabilitationszentrum in Gefahr sind, entbehren jeglicher Grundlage und entsprechen nicht der Realität. Es ist unbestritten, dass das Haus in Hochegg Umbaumaßnahmen benötigt, um auf dem neuesten Stand zu sein. In welcher Form dies geschehen wird, wird voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2019 entschieden werden.“