Parkplatz in Neunkirchen gleicht einer Müllhalde. Nicht ordnungsgemäß entsorgter Abfall im Bereich „Am Spitz“ sorgt für Verärgerung bei Bürgern und Stadt-FPÖ. Umweltstadtrat will verstärkt ein Auge auf Geschehnisse haben.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 03. Januar 2021 (03:45)
FPÖ-Funktionärin Julia Vargek-Ipsa sammelte mit weiteren Bürgern den Abfall ein.
privat

Getränkedosen, Plastikflaschen, Zigarettenschachteln, leere Chipssackerl – all das und vieles mehr fand Julia Vargek-Ipsa kürzlich in unmittelbarer Nähe zum Parkplatz „Am Spitz“ in Richtung Ackerfläche stadtauswärts vor. Die FPÖ-Funktionärin und weitere Bürger sammelten den Müll daraufhin ein – „angesichts der enormen Menge gar nicht möglich“, betonen die Stadt-Blauen: „Gerade bei solchen Müllbergen bekommt das Wort der ‚Wegwerfgesellschaft‘ eine zweifach-negative Bedeutung“, ist auch Gemeinderat Helmut Fiedler mehr als sauer.

Einen Großteil des Mülls führen die Freiheitlichen auf Fast-Food-Ketten zurück – und darauf, dass die Gastro-Betriebe derzeit wegen der Coronakrise geschlossen halten müssen und „sich das Konsumationsgeschehen dann auf abgelegene Parkplätze“ zu verschieben scheine, heißt es weiters. Gebessert habe sich die Situation an besagtem Parkplatz in den darauffolgenden Tagen nicht: „Alles war noch ganz genauso, vielleicht sogar noch schlimmer als vor einigen Tagen“, erklärt FPÖ-Stadtparteiobfrau und Gemeinderätin Regina Danov verärgert. Sowohl Stadtpolizei als auch der städtische Bauhof seien unverzüglich über die Probleme in Kenntnis gesetzt worden, so die FPÖ-Chefin.

Getränkeflaschen oder -dosen, Zigarettenschachteln oder sonstiger Abfall wurden vorgefunden.
privat

Vizebürgermeister und Umweltstadtrat Johann Gansterer (Grüne) kennt die Problematik an der genannten Stelle: „Den ganz konkreten Fall der FPÖ kenne ich noch nicht beziehungsweise nur aus ,Facebook‘, aber generell ist es hier leider schon des Öfteren zu Müllablagerungen gekommen“, bedauert Gansterer. In dem Bereich bestehe allgemein das Problem, dass es sich großteils um private Liegenschaften handeln würde, so der Umweltstadtrat: „Ich werde mich aber hier mit dem Bauamt in Verbindung setzen und die Zuständigkeit ausforschen“, verspricht Gansterer.

Wunsch nach einem weiteren Mistkübel

Ein anderes Ärgernis stellen derzeit weggeworfene Babytücher im Bereich des Wasserleitungsdamms dar. Einem NÖN-Leser zufolge werden damit Exkremente von Hunden entsorgt – sein Wunsch wäre daher ein zusätzlicher Mistkübel. Vizebürgermeister Gansterer verspricht, sich dem anzunehmen: „In diesem Bereich wurde erst vor Kurzem ein neuer Mistkübel aufgestellt, aber ich werde den Bauhof auf jeden Fall ersuchen, sich das anzuschauen.“

Da es sich bei dem Abfall oft auch um Getränkebehälter handelt, bringt Gansterer auch eine politische Debatte ins Spiel: „Würde man für Flaschen etwa Pfand verlangen, könnte man dem Problem auch Herr werden“, ist er überzeugt.