Horst Willesberger: „Es muss alles verimpft werden!“. In der Mehrzweckhalle in Ternitz wurden unter Leitung des Landes bereits über 600 Personen geimpft. Es soll auf bis zu sechs Tage erweitert werden.

Von Nadine Gasteiner. Erstellt am 28. April 2021 (03:44)
Rot Kreuz-Bezirksstellengeschäftsführer Horst Willesberger, Impfkoordinator Andreas Leitner, SPÖ-Vizebürgermeister Christian Samwald sowie Stadtamtsdirektor Gernot Zottl im Impfzentrum des Bezirks in der Ternitzer Mehrzweckhalle.
Gasteiner

Trotz strömenden Regens waren die gute Laune und die Erleichterung der Menschen spürbar, denn vergangenen Donnerstag ging es endlich los: Zum ersten Mal wurde im offiziellen Landesimpfzentrum des Bezirks geimpft – und das mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer.
Mehr Aufbauten und Transparente, ein blau-gelber Stil und sogar eine Fotowand schmückten die Halle, die die Gemeinde Ternitz bereitstellt. Über 600 Menschen wurden zwischen 14 und 20 Uhr in der Ternitzer Mehrzweckhalle geimpft.

SPÖ-Vizebürgermeister Christian Samwald erzählt: „Wir haben hier als Gemeinde mit unserem Pilotprojekt einen Grundstein gelegt, wodurch wir viele Erfahrungen weitergeben konnten. Es sind jedoch andere Kapazitäten, denn im Ende soll hier, gemeinsam mit dem Roten Kreuz, an sechs Tagen in der Woche geimpft werden.“ Weiters betont Samwald die gute Zusammenarbeit mit dem Bundesheer, welches am vergangenen Donnerstag zum letzten Mal mithalf: „Das Bundesheer hat uns hervorragend unterstützt, ein großes Lob!“

Als nächster Impftag ist der kommende Donnerstag, der 29. April 2021, geplant. Stadtsamtdirektor Gernot Zottl erklärt: „Limitierender Faktor ist der Impfstoff.“

Der ganze Ablauf bis zum Erhalt der Impfung erfolgt in vier Schritten: Anmeldung, Ärztegespräch, Covid-Impfung sowie Dokumentation und Nachbetreuung. Herbert Pötscher, einer der vier Ärzte vor Ort, erzählt: „Wir sind für die Impftauglichkeit und die Aufklärung verantwortlich. Jemand, der sich impfen lässt, verlässt sich auf uns.“

Geimpft wird an vier Stellen von diplomierten Krankenpflegern. Neuer Impfkoordinator und somit Nachfolger von Stadtamtsdirektor Gernot Zottl ist Andreas Leitner. Er schildert den ersten Tag im Impfzentrum: „Zu Beginn war es sehr stressig und der Ansturm groß, mittlerweile sind wir aber sogar vor der Zeit mit den Impfungen (Ortszeit circa 16 Uhr, Anm. d. Red.).“
Horst Willesberger, Rot Kreuz-Bezirksstellengeschäftsführer, betont auch die Wichtigkeit der Warteliste und, dass „alles verimpft werden muss“. Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Test-Angebot. Samwald: „Wir haben beschlossen, dass die Testzeiten gleichbleiben werden und wir das Angebot beibehalten, wenn der Lockdown vorbei ist.“