Trattenbacherin ist neue Polizei-Chefin in Mödling. Gertraud Haselbacher (48) zur Bezirkspolizeikommandantin von Mödling bestellt.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 16. Februar 2021 (04:23)
Gertraud Haselbacher.
LPD

Mit 13 Geschwistern auf einem Bauernhof in Trattenbach aufgewachsen, war für Gertraud Haselbacher (48 Jahre) beruflich eines klar: „Ich möchte nicht etwas machen, das alle machen.“ Diesen Wunsch hat sie schlussendlich nach der Lehre zur Industriekauffrau in Gloggnitz in die Tat umgesetzt, denn mit 19 sah sie in Wien ein Plakat: „Die Polizei sucht dich.“

Damit war der Weg geebnet, Haselbacher rückte vor fast exakt 28 Jahren (1. März 1993) als Polizeischülerin in die Marokkaner-Kaserne in Wien ein.

Praxis sammelte die Mutter zweier Töchter (4 und 23) als Exekutivbeamtin in Wien 15, belegte den „Dienstführenden“-Kurs und kehrte 2000 nach „Marokko“ zurück: als Lehrerin.

2004 übersiedelte Haselbacher ins Bildungszentrum Traiskirchen, absolvierte die Offiziers- und Offizierinnenausbildung und nahm im September 2009 eine freie Planstelle bei der Landespolizeidirektion Burgenland an: Leitende Beamtin „Logistik“ und seit 2012 Leiterin des Büros „Budget“.

Dass sie sich um die Leitung eines der größten und herausfordernden Bezirkspolizeikommandos mit 250 Mitarbeitern in elf Dienststellen beworben hat, erklärt Haselbacher im NÖN-Gespräch so: „Ich bin Polizistin mit Leib und Seele. Ich will wieder Operatives tun, sehe mich nicht nur in der Verwaltungsschiene.“

Unter anderem habe sie im Zuge der Flüchtlingskrise im Lage- und Einsatzstab bewiesen, dass sie auch operativ ihre Frau steht. Den Bezirk Mödling kenne sie auch privat gut, dienstlich ist sie als Gleichbehandlungsbeauftragte schon lange fürs Burgenland und Niederösterreich zuständig. „Im Vordergrund stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, lautet Haselbachers Credo: „Wenn es ihnen gut geht, leisten sie auch gute Arbeit.“ Die Ziele der Frau Oberstleutnant im Bezirk Mödling sind rasch abgesteckt: „Weiterhin dafür sorgen, dass die Kriminalitätsrate auf niedrigem Niveau bleibt und die Bevölkerung sich sicher fühlt.“ Dienstantritt für die Saubersdorferin (Gemeinde St. Egyden am Steinfeld, Bezirk Neunkirchen) ist am 1. März – exakt 28 Jahre nach ihrem Eintritt in den Exekutivdienst.