Neunkirchen will Boulder-Halle kaufen. Gemeinde möchte mit den benachbarten Freizeiteinrichtungen Synergien erzielen. Trägerverein könnte die Liegenschaft mit ihrer Unterstützung betreiben.

Von Christian Feigl. Erstellt am 21. Februar 2021 (04:34)
Das Objekt der Begierde, das die Stadtgemeinde gerne kaufen würde, wurde im Vorjahr geschlossen. Zu dem Gebäude gehören auch Nebenflächen.
Christian Feigl

Seit dem Vorjahr hat die damals privat geführte Boulderhalle neben der Pumptrackbahn und dem Freizeitzentrum ihren Betrieb eingestellt. Nachdem das Areal nun zum Verkauf angeboten wird, möchte sich die Stadt das Objekt sichern. Beim Vorhaben herrscht auch politischer Konsens, sogar eine Begehung vor Ort hat bereits mit den Vertretern aller Fraktionen stattgefunden.

„Der Kauf des Objekts hätte für die Stadt mehrere Vorteile. Zum einen befinden sich mit dem Erholungszentrum und der Pumptrack-Anlage wichtige städtische Freizeiteinrichtungen in direkter Umgebung, zum anderen könnte man diese perfekt mit dem Areal verknüpfen und Synergien nutzen“, erklärt ÖVP-Bürgermeister Herbert Osterbauer die Hintergründe der Idee.

„Das wäre etwa die Toilettenanlage im Inneren der Boulderhalle, die dann auch von den Pumptrackfahrern benützt werden könnte“, nennt SPÖ-Klubobmann Günther Kautz die Details. Und auch die FPÖ steht den Plänen positiv gegenüber: „Wir begrüßen diese Absichten, die Halle ist in einem Top-Zustand und ich glaube, dass man sie mit einem guten Konzept sogar gewinnbringend führen kann“, zieht auch die FPÖ mit Gemeinderat Helmut Fiedler an einem Strang. „Aber auch eine gastronomische Versorgung wäre gegeben und wir könnten am Freigelände eventuell die Pumptrack-Anlage, die sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreut, erweitern“, ergänzt Osterbauer. Alles in allem würden sich als wertvolle Vorteile für die Stadtgemeinde durch einen Kauf ergeben.

Allerdings: Noch scheiden sich die Geister am Preis, der für die Liegenschaft verlangt wird. „Wir hätten sie zwar gerne, aber sicher nicht um jeden Preis“, lässt der Stadtchef durchblicken, dass man keine großen finanziellen Sprünge machen kann. Auch über den Betrieb haben sich die Verantwortlichen bereits Gedanken gemacht: So soll ein Trägerverein aus bestehenden Vereinen, die sich der Boulder-Thematik bereits widmen, gegründet werden. Der soll dann auch die Anlage zu Kernzeiten bewirtschaften. Die Stadt wird aber unterstützend unter die Arme greifen. Wie das im Detail aussehen wird, muss aber noch ausgearbeitet werden.