Kein großer Trend zum E-Fahrzeug im Bezirk Neunkirchen. Händler zeigen sich im NÖN-Gespräch zufrieden mit dem Geschäft.

Von Thomas Wohlmuth. Erstellt am 21. Januar 2020 (03:07)
Symbolbild
Emil O/Shutterstock.com

Entgegen dem niederösterreichischen Trend in der Autobranche zeigten sich die von der NÖN befragten Autohändler mit dem Geschäftsgang durchwegs zufrieden, so sprach Alexander Rath, Verkaufsleiter des Volvo-Autohaus Rath in Ternitz-Urbanhof, sogar von einem Rekordjahr 2019 mit weiter positiver Prognose für das heurige Jahr.

Volvo-Rath-Verkaufsleiter Alexander Rath sieht den Trend zum E-Auto eher zögerlich.
Volvo Rath

Auswirkungen des Diesel-Abgasskandals kann er nicht feststellen, die Kundennachfrage nach Diesel-PKW sei nach wie vor vorhanden, auch fragen Kunden in seiner Firma weiterhin Neuwagen stark nach.

Auf die Frage nach dem Trend zum Elektroauto antwortete Rath: „Der Trend ist eher zögerlich, aber die Marke Volvo setzt momentan auch noch eher auf die Hybridtechnologie, ein reines E-Auto wird aber Mitte des Jahres auf den Markt kommen.“

Zum Thema der zukünftigen Entwicklungen meint Rath, dass die Elektromobilität über kurz oder lang sicher kommen werde, er sieht sie aber eher als Zwischenlösung.

NOEN

In eine ähnliche Richtung stößt auch Silvia Heinz vom Autohaus Heinz in Neunkirchen. Bei den dort vertretenen Marken Mitsubishi und Kia lässt sich ebenfalls kein besonderer Trend zum Elektroauto feststellen: „Die Nachfrage der Kunden ist einfach nicht so da, viele bemängeln die geringe Reichweite der E-Autos und auch die ungeklärten Entsorgungsprobleme der Batterien und die Umweltprobleme in der Herstellung.“

Auch im Autohaus Heinz zeigt man sich grundsätzlich zufrieden mit dem Geschäftsgang, wobei Heinz die Befürchtung äußert, dass die Kunden vielleicht momentan noch einmal einen Neuwagen kaufen, sich das aber zukünftig überlegen könnten.

Folgen des Dieselskandals sind auch für Silvia Heinz überhaupt nicht spürbar, da es in ihrem Kundenkreis zahlreiche eingefleischte Dieselfahrer gibt, auch wenn diese weniger werden.

Hybridautos als Verkaufsschlager im Autohaus Handler

Etwas differenzierter sieht das Thema Elektromobilität Michael Handler, Geschäftsführer des Toyota-Autohaus Handler in Ternitz-St. Johann: „Für die Marke Toyota liegt der Fokus momentan ganz klar auf der Hybridtechnologie, die die Vorteile beider Systeme vereint. Immerhin hat Toyota in Österreich seit dem Jahr 2000 Hybrid-Fahrzeuge am Markt.“

Derzeit sind im Autohaus Handler etwa 90 Prozent aller verkauften Neuwagen Hybridautos. Auch die Marke Toyota bietet derzeit kein reines Elektroauto an, allerdings wird im Jahr 2021 ein solches auf den Markt gebracht, da doch eine gewisse Nachfrage besteht, wie Handler ausführt.

Er zeigt sich mit der Geschäftslage insofern zufrieden, als die Hybridtechnologie mittlerweile kein Nischendasein mehr führe, sondern in Verbindung mit sehr sparsamen Verbrennungsmotoren derzeit wohl die beste Technologie am Markt sei.

Toyota-Händler Michael Handler setzt voll auf die Hybridtechnologie.
T. Barta

Auch im Autohaus Handler ist vom Diesel-Abgasskandal nichts zu merken, da Toyota seit über einem Jahr keinen Diesel-PKW mehr in der Angebotspalette hat. Auf die Zukunft der Mobilität angesprochen meint Handler: „Ich halte die Brennstoffzelle für eine sehr interessante Entwicklung, in Deutschland und in Japan gibt es ja bereits derartige Fahrzeuge am Markt, in Österreich ist das Hauptproblem derzeit noch die fehlende Tankinfrastruktur.

Ich bin mir aber sicher, dass die Brennstoffzelle Teil der Mobilitätszukunft werden wird, der Zeitrahmen dafür ist für mich aber noch ziemlich vage.“

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