Erstellt am 23. Januar 2012, 12:15

Kinderheim in Pitten - Ex-Heimleiterin suspendiert!. MISSBRAUCHS-CAUSA / Die langjährige Leiterin des Kinderheimes in Pitten Hannelore Höller wurde suspendiert. Mehr Personal soll kommen, Kinder übersiedeln nach Wien.

PITTEN / Knalleffekt im nach der Missbrauchscausa in die Öffentlichkeit geratenen Kinderheim der Volkshilfe in Pitten: Die langjährige Heimleiterin und seit dem Aufkommen der Missbrauchsfälle im Verwaltungsdienst stehende Hannelore Höller wurde vom Dienst suspendiert. „Ich bin freigestellt“, betont diese im Gespräch mit der NÖN. Tatsache ist, dass sie massiv angegriffen wurde, und nun seitens der Volkshilfe diese Angriffe untersucht werden sollen.
Für Hannelore Höller ist die Situation schwierig zu verkraften, wie sie im Gespräch erzählt, „Es ist gut, wenn die Dinge aufgeklärt werden, aber die einzig wirklich Leidtragenden sind die Kinder. Viele verstehen einfach nicht, was da jetzt passiert.“
Sie kritisiert diesbezüglich auch die Berichterstattung, die zu weiterer Verunsicherung führt. Im Sinne der Kinder wünscht sich Hannelore Höller, dass Ruhe einkehrt. Außerdem erzählt sie, dass es auch Menschen gibt, die hinter den Kindern stehen, so wie die Firma Elektro Nagl aus Aspang, die kürzlich eine großzügige Spende ins Heim brachte.
Aber das ist nicht die einzige neue Entwicklung der Vorwoche: So gab es am Montag ein Gespräch zwischen Vertretern der Volkshilfe, der Magistratsabteilung 11, der Kinder- und Jugendanwaltschaft und der Niederösterreichischen Heimaufsicht. Laut Monika Pinterits von der Kinder- und Jugendanwaltschaft soll demnach die personelle Situation verbessert werden. Es herrschte seit einiger Zeit ein akuter Mitarbeitermangel, wie ehemalige Mitarbeiter schilderten, die NÖN berichtete. Außerdem wurden die Kommunikationswege besprochen und es wurde festgestellt, dass die Kinder endlich die dringend benötigte Therapie bekommen.
Zudem werden laut Pressesprecherin der Volkshilfe Wien Christine Penz zwei Kindergruppen nach Wien übersiedeln. Die ersten acht Kinder kommen bereits am 2. Februar in eine Wohngruppe nach Wien, vier Kinder dürfen zurück in ihre Familien. Die zweite Gruppe folgt im Juni nach. Damit wird die angespannte Situation im Pittener Heim vorerst entschärft. „Trotzdem suchen wir qualifizierte Mitarbeiter“, erzählt die Pressesprecherin. Damit die Betreuung der Kinder sichergestellt ist.