Würflacher Fischteich trocknete komplett aus

Erstellt am 17. August 2022 | 06:00
Lesezeit: 2 Min
Erwin Haslauer konnte dem Desaster nur hilflos zusehen.
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„Mir blutet das Herz!“ Wenn Erwin Haslauer auf seinen geliebten Fischteich in der Nähe des ehemaligen Schwöllinger-Gebäudes blickt, dann ist von der einstigen Idylle nicht mehr viel übrig geblieben. Denn der Teich, den er seit 2005 betreut, ist komplett ausgetrocknet.

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Erwin Haslauer: „Habe so etwas noch nie erlebt!“
Foto: Foto privat

„Ich habe so etwas noch nie erlebt“, ist der 72-jährige Würflacher fassungslos. Begonnen hat die Misere vor knapp zwei Monaten. Da habe er bemerkt, dass der Wasserspiegel sinkt. „Vier bis fünf Zentimeter pro Tag. Ich habe praktisch hilflos zusehen müssen, wie der Teich komplett austrocknet.“ Helfen konnte er zumindest seinen Fischen. Die Karpfen, Rotaugen und Schleien wurden noch rechtzeitig gerettet und umgesiedelt.

Haslauer kennt die Gründe für das Dilemma: ,,Das Wasser kommt von den Runsengerinnen rundherum. Da es im Winter viel zu wenig geregnet hat und der Grundwasserspiegel viel zu tief ist, konnte der Teich nicht mehr gespeist werden.“ Zumindest einen hat es gefreut: Der Würflacher Storch konnte sein einzig verbliebenes Jungtier mit einigen Leckerbissen aus dem Schlamm versorgen.

Jetzt hofft Haslauer auf eine Trendwende: „Aber dazu müsste es regnen. Und zwar viel regnen. Mindestens 26 Liter pro Quadratmeter über mehrere Stunden.“ Die Hoffnung lebt, der Glaube daran weniger.

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