Eine Ära dürfte zu Ende gehen. Über den bevorstehenden Abgang von Grüne-Urgestein Martin Fasan.

Von Christian Feigl. Erstellt am 28. Januar 2020 (04:14)

Man hat es ihm angemerkt am Wahlabend: Neunkirchens grüner „Politdinosaurier“ Martin Fasan ist müde geworden. Da war nicht mehr das Feuer in seinen Augen wie noch vor zehn Jahren, als man erstmals gemeinsam mit der ÖVP die Vorherrschaft der SPÖ brechen konnte.

Freilich, auch das Ergebnis hat seinen Teil dazu beigetragen. Ohnehin bereits seit vielen Jahren auf einem hohen Level, sind die Grünen in Neunkirchen trotz bundesweiter Euphoriewelle stagniert. Das heiß ersehnte sechste Mandat konnte nicht zurückerobert werden.

Fragen nach seiner persönlichen politischen Zukunft ließ Fasan am Sonntagabend noch offen. Das werde man demnächst in den Gremien klären. Aber alles andere als ein Abgang wäre eine Riesenüberraschung. Keine Frage: Die Verdienste Fasans in der Politik sind unbestritten, viel fairer wäre es aber gewesen, diese Gedanken und Absichten auch vor der Wahl transparent beim Wähler zu deponieren.