Energie besser in Arbeit stecken. Über politische Schlammschlachten in den sozialen Medien.

Von Christian Feigl. Erstellt am 21. Januar 2020 (03:14)

Vor fünf Jahren spielten die sozialen Medien im Gemeinderatswahlkampf noch keine so große Rolle, wie sie es aktuell tun. Zum Glück.

Denn was sich hier in den vergangenen Tagen so abspielte, ist manchmal sogar zum Fremdschämen. Da kommt es zu Beschimpfungen, Unterstellungen, Anschuldigungen und verbalen Schlagabtäuschen, die die Leistungen der vergangenen Jahre in den Schatten stellen oder sogar in Vergessenheit geraten lassen. Oft sind es nur Kleinigkeiten, die die Kampfposter, vielmals in der ersten Emotion, zu unbedachten Äußerungen motivieren. Und diese Kampfposter gibt es in nahezu allen Parteien quer durch die Bank.

Es wäre begrüßenswert, wenn die Energie, die in den letzten Wochen in die Arbeit der sozialen Medien und Netzwerke auch in die politische Arbeit der letzten fünf Jahre gesteckt worden wäre. Denn dann bräuchte sich vielleicht jetzt niemand für das zu rechtfertigen, was versäumt wurde oder jemand anderer gemacht hat.