Fahnenwechsel mit Zündstoff. Christian Feigl zum Wechsel zweier ehemaliger FPÖ-Mandatare zur SPÖ Neunkirchen.

Von Christian Feigl. Erstellt am 12. November 2019 (05:00)

Mit personellen Paukenschlägen startete der Gemeinderatswahlkampf bei der SPÖ Neunkirchen: Nicht nur, dass bislang arrivierte Gemeinderäte wie Gustav Morgenbesser, Patrizia Fally oder Christian Ofenböck auf kaum wählbaren Plätzen gereiht wurden, sind mit Waltraud Haas-Toder und Gerhard Scharf auch noch die beiden von der Partei ausgeschlossenen einstigen FPÖ-Rebellen auf der roten Liste zu finden.

Das ist in mehrerlei Hinsicht bemerkenswert: Zum einen begibt man sich damit parteiintern auf einen schmalen Grat, denn dieser Fahnenwechsel wird sicherlich nicht von allen Mitgliedern goutiert werden. Zum anderen ist der Wandel von rechts der Mitte Richtung links der Mitte wohl nur sehr schwer glaubhaft dem Wähler vermittelbar.

Und zuguterletzt nimmt man sich damit praktisch schon im Vorfeld eine Chance für eine mögliche rot-blaue Koalition oder Zusammenarbeit. Denn auf die wird man im Lager der FPÖ aufgrund der personellen Konstellation kaum Lust haben.