Gewinner auf beiden Seiten. Über Christoph Knaller in Scheiblingkirchen.

Von Norbert Riegler. Erstellt am 07. Mai 2019 (02:26)

Als Scheiblingkirchen-Trainer Thomas Husar nur wenige Tage nach dem Aufstieg in die 1. Landesliga seinen Ex-Kameraden aus Sollenauer Tagen als Neuzugang präsentierte, gabs doch im USV-Umfeld eine gewisse Skepsis. Der damals 37-jährige Christoph Knaller passte nicht so richtig in die Einkaufspolitik – jetzt, zwei Jahre später, kann man sagen: Das mit dem Knaller damals 2017 war eine gute Idee. Und zwar nicht, weil er die Landesliga zerschoß wie in seinen goldenen Tagen, sondern weil er (wie erhofft) zum Lernprozess der Scheiblingkirchner Spieler beitrug. Egal, ob‘s auf dem Platz war oder abseits davon – Knaller öffnete mit seiner Routine die Augen mancher Mitspieler, seine Spuren werden noch in Scheiblingkirchen zu sehen sein, wenn er vielleicht den Verein eines Tages verlassen sollte. Und Scheibling‘ hat Knaller mit beiden Armen umarmt und an seine Brust gezogen.

Die Tatsache, dass sich beide Seiten auf eine weitere – adaptierte – Zusammenarbeit einigen konnten, bringt auf beiden Seiten nur Gewinner. Scheibling‘ gewinnt, weil sie mit Knaller einen Mann mit viel Know-How ins Trainerteam holen können, Knaller gewinnt, weil er in Scheiblingkirchen einen Unterschied bei der nächsten Generation an Kickern bewirken kann und hier sich wohlfühlt.