Abstiegskampf voll annehmen. Über Gloggnitz in der Krise.

Von Fritz Hauke. Erstellt am 22. Oktober 2019 (01:00)

Ein wenig auf den Schlips getreten gefühlt hatten sich manche Gloggnitzer, als die Breitenauer in ihrer Meister-Euphorie groß ankündigten, dass sie den Lokalrivalen knacken wollen.

Knapp drei Monate nach den markanten Worten, ließen Patrick Haas und Co. Taten folgen – mit dem Sieg über Gloggnitz holt Breitenau mehr als nur drei wichtige Punkte. Eine ganze Menge Selbstvertrauen für ein schwieriges Rückrunden-Finish.

Und Gloggnitz? Die Truppe muss jetzt erstmal den Abstiegskampf voll annehmen. Es wird ganz entscheidend sein, dass sich alle Gloggnitzer ihrer Situation bewusst sind. Der Traum von einem Spitzenplatz ist längst zerplatzt, die Realität heißt Tabellenkeller. Völlig egal, was letztes Jahr war. Oder vor zwei Jahren. Oder dass man ja fast (!) im Cup St. Pölten rausgeworfen hat – alles Schnee von gestern.

Entscheidend wird auch die bevorstehende Transferzeit, die bereits ihre Schatten voraus wirft. Denn eines ist fix: Mit Korneuburg und Eggendorf liegen nur zwei Mannschaften hinter Gloggnitz – und beide werden im Winter entsprechend nachlegen, werden sich nicht ihrem Schicksal ergeben. Mit sieben geschossenen Toren in zehn Partien gibt die Statistik schon die Antwort, wo bei der Spielersuche angesetzt werden sollte…