Aussprache ist notwendig. Christian Feigl über den Konflikt zwischen Bgm. Herbert Osterbauer und Günther Kautz.

Von Christian Feigl. Erstellt am 29. Januar 2019 (04:18)

Dass der Ton in der Politik vielleicht ein bisschen rauer als sonst wo ist, darf auch für Neunkirchens ÖVP-Bürgermeister Herbert Osterbauer und SPÖ-Stadtrat Günther Kautz keine Überraschung sein. Dafür sind beide zu lange im Geschäft, sie wissen, wie der Hase läuft und dass nicht immer alles so heiß gegessen wie gekocht wird. Aber auch, dass es gewisse Grenzen gibt.

Und deshalb hängt auch der Haussegen zwischen den beiden seit Wochen gehörig schief. Auslöser des mittlerweile offenen Konflikts war die Frage von Kautz im Herbst des Vorjahres am SPÖ-Parteitag an das Publikum, ob die Stadt denn lieber einen kranken Herbert Osterbauer oder eine gesunde Andrea Kahofer als Bürgermeister hätte.

Ein Untergriff auf seine Parkinson-Erkrankung, die der Stadtchef öffentlich gemacht hatte, die er aber gut im Griff hat.

Dass Kautz seitdem von Osterbauer geschnitten wird, ist sicher kleinlich, menschlich aber nachvollziehbar. Eine persönliche Aussprache wäre höchst an der Zeit, statt gekränkte Eitelkeit auf beiden Seiten zur Schau zu tragen!