Erstellt am 28. Dezember 2016, 05:00

von Christian Feigl

Blaues Zünglein an der Waage. Christian Feigl über die Kandidatur der Freiheitlichen in Grünbach und deren Folgen.

Mit einer unerwarteten und gleichsam wahrscheinlich auch unliebsamen Weihnachtsüberraschung wurden die Großparteien SPÖ und ÖVP in Grünbach unmittelbar vor den Festtagen konfrontiert: Bei den von der ÖVP vom Zaun gebrochenen Neuwahlen im Jänner wird erstmals auch eine dritte Kraft mitmischen – die FPÖ, für die bislang die Gemeinde noch ein weißer Fleck auf der Bezirkslandkarte war, tritt zur Wahl an.

Das ist nicht nur ihr gutes Recht, sondern auch ein geschickter Schachzug: Zum einen haben die Freiheitlichen dort nichts zu verlieren, zum anderen können sie wie sie oft bei Wahlen mit Proteststimmen spekulieren.

Mit einem zugkräftigen Kandidatenteam ist es dann nicht unwahrscheinlich, das eine oder auch andere Mandat zu ergattern und man kann so womöglich sogar zum Zünglein an der Waage bei der Bürgermeisterbestellung werden. Der Schneeberglandgemeinde steht jedenfalls ein heißer Wahlkampf bevor. Man darf gespannt sein, ob und wer sich am Ende mit dem freiheitlichen Team zu einer „Hochzeit“ aufraffen wird.