Der Beginn der Kunstrasen-Ära. Über eine positive Entwicklung im regionalen Amateurfußball.

Von Fritz Hauke. Erstellt am 14. Januar 2020 (04:10)

Scheiblingkirchen hat einen, Gloggnitz kriegt vielleicht einen – und das werden langfristig wohl nicht die einzigen beiden im Bezirk Neunkirchen bleiben. Die Rede ist von einem eigenen Kunstrasenplatz. Was bis vor ein paar Jahren noch als absolute Ausnahme nur in Trainingszentren wie Steinbrunn oder Lindabrunn zu finden war, hält immer weiter Einzug in die Heimat von verschiedenen Landesligisten. Diese Entwicklung ist absolut zu begrüßen.

Es gibt wenig Lähmenderes im Leben eines Fußballers, als zwischen Anfang Jänner und Ende Februar eine Vorbereitung im Tiefschnee zu bestreiten und das geliebte runde Leder nur zu sehen, wenn man verträumt an der Gerätekammer vorbeigeht. Und abgesehen von der Stimmung in der Mannschaft: Die Trainingsqualität, die auf einem Kunstrasen aufgebaut werden kann, während andere Mannschaften sich durch den Schnee quälen müssen, ist ein Wettbewerbsvorteil, der in vielen Ligen über Meister- oder Abstiegsfrage mitentscheiden kann.

Fraglich, wie lang es sich Landesligisten dauerhaft leisten können, darauf zu verzichten… Klar, dass diese Kicker-Generation und ziemlich sicher auch die nächste, es nicht miterleben wird, dass jeder Verein einen Kunstrasenplatz hat – aber jeder neue Kunstrasen ist ein Schritt in die richtige Richtung.