Die andere Seite der Medaille. Über Jochen Wöhrer als Breitenau-Trainer.

Von Fritz Hauke. Erstellt am 20. Mai 2020 (01:22)

Zwischen dem Karriereende als Spieler und dem Karrierestart als Trainer vergingen für Jochen Wöhrer nur wenige Tage. Der ehemalige Ortmann-Kapitän kann und darf sein Debüt an der Seitenlinie gleich in der Hauptverantwortung in der 2. Landesliga bei Breitenau geben. Ein Top-Job in der Region – vor allem für einen Jung-Trainer, der auf diesem Gebiet auf naturgemäß wenig Erfahrung und Referenzen verweisen kann.

Allerdings hat diese „Medaille“ für Jochen Wöhrer – logischerweise – auch eine zweite Seite. Denn die Aufgabe in Breitenau wird brutal. Und zwar aus zwei Gründen: Zum einen fällt im eigentlichen zweiten Jahr der 2. Landesliga Ost die Euphorie und die Unbekümmertheit eines frischgebackenen Aufsteigers weg. Der Auftrieb aus der Gebietsliga-Meistersaison 2019 ist verpufft.

Und zweitens wird Wöhrer wohl auch an der abgebrochenen Corona-Saison seines Vorgängers Christopher Maucha gemessen. Denn im Hinterkopf bleibt, dass Breitenau ja eigentlich Fünfter war…

…wobei das wiederum nicht ganz fair wäre. Denn Breitenau hat im Herbst über seine Verhältnisse gepunktet und hätte wohl über eine ganze Saison noch an Boden verloren. Das sollte einberechnet werden.