Diffamierungen fehl am Platz. Über eine persönliche Debatte, die Konstruktivität vermissen lässt.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 07. April 2021 (03:45)

„Egal wo – Hauptsache, es wird überhaupt geimpft!“ Wie Neunkirchens Stadtoberhaupt Herbert Osterbauer dieser Tage die Entscheidung, dass Ternitz die Impfstraße des Bezirks beherbergen wird, kommentiert hat, ist wohl zu hundert Prozent zu unterschreiben. Warum aus den Plänen, auch in Neunkirchen eine solche Stelle einzurichten, nichts geworden ist, bleibt aber zumindest hinterfragenswert – nicht, weil Ternitz keinen guten Job machen würde (bis dato gab es ausschließlich positives Feedback zur dortigen Impfstraße), sondern viel eher, weil Neunkirchen sich auf die Straße bereits gut vorbereitet hatte.

Nicht hinterfragenswert, sondern völlig unnötig ist unterdessen die Polit-Streiterei, die sich die hiesige Lokalpolitik im Rahmen der Test- und Impfdebatte liefert: Über die Medien wird einander ausgerichtet, dass der jeweils andere nicht mehr in die Stadt kommen dürfe oder Beruhigungstropfen nehmen solle. Dass sich da viele Bürger von der Politik abwenden, darf keinen mehr überraschen!