Ein Schritt zur richtigen Zeit. Über den Trainerwechsel in Pitten.

Von Fritz Hauke. Erstellt am 14. Oktober 2020 (01:45)

„Niemals geht man so ganz, irgendwas von mir bleibt hier“, heißt es in einer Schlager-Schnulze aus den Achtziger Jahren. Bei der SVg Pitten ist das aber aktuell ganz oben in den Charts. Denn mit der Konstellation, die der 1. Klasse Süd-Verein bei seinem Trainerwechsel gewählt hat, schlägt er ungewohnte Töne an. Manuel Felber geht als Trainer und bleibt als Sektionsleiter, arbeitet auch im Trainingsbetrieb weiter mit – an der Seite von Neo-Coach Dietmar Lueger.

Völlig los gelöst von der Frage, ob sich zwei „Einser“ wirklich vertragen – der Schritt von Felber, jetzt frischen Wind für Pitten zu ermöglichen, war richtig. Nach einem starken Herbst vor dem Corona-Lockdown hatte sich Pitten vor der Saison einen Platz unter den Titelkandidaten erarbeitet. Mit nur einem Sieg in der ersten Hinrunden-Hälfte ist Pitten aber weit hinter den Erwartungen geblieben. Respekt vor Mani Felber, dass er da selbst die Reißleine zieht – sicher nicht leicht, Mannschaft und Verein nach über drei gemeinsamen Jahren unverkennbar seine Handschrift, er hat dort mit dem Vorstand viel bewegt. Lueger hat als Trainer die Qualität, Pitten auf die nächste Stufe zu heben – allerdings muss er punkten, sonst wird die Zeit dafür zu knapp.