Neunkirchen

Erstellt am 13. März 2018, 05:00

von Christian Feigl

Einsicht kommt reichlich spät. Christian Feigl über die Reduktion der Politikergehälter in Neunkirchen.

Tausendmal berührt, tausendmal ist nichts passiert. Der Aufschrei war berechtigterweise groß, als sich die Stadtregierung entgegen der Stimmen der Opposition im Jahr 2015 kurz nach der Gemeinderatswahl die Politikergehälter erhöhte. Die Arbeit sei mehr wert, wurde damals argumentiert und die SPÖ versuchte seitdem, in jeder Gemeinderatssitzung per Dringlichkeitsantrag diesen Beschluss wieder zu Fall zu bringen. Vergeblich.

Bis letzten Montag plötzlich ein gemeinsamer Dringlichkeitsantrag am Tisch lag und die Gehälter zwei Jahre später doch noch reduziert wurden. Für die SPÖ ein Erfolg. In Zeiten der Budgetkonsolidierung müsse die Politik den ersten Schritt setzen, hieß es plötzlich. Nur: Die Finanzen der Stadt waren immer schlecht, haben sich nicht gebessert.

Eine Einsicht, die sehr spät kommt, 300.000 Euro wurden in dieser Zeit zusätzlich verbraten. Gescheiter werden ist immer gut. Früher gescheiter werden, wäre in dem Fall besser gewesen – für die Stadt und für das Image innerhalb der Bevölkerung.