Fehler auf beiden Seiten. Über den Politstreit um den Ankauf einer Bühne.

Von Christian Feigl. Erstellt am 05. Mai 2021 (03:45)

Nach wochenlanger verdächtiger Ruhe knistert es wieder zwischen der SPÖ und der ÖVP in Neunkirchen. Grund des Konflikts ist der Ankauf einer Bühne um 25.000 Euro für den Hauptplatz, die im Sommer von Künstlern und Vereinen kostenlos bespielt werden soll.

An sich eine gute Sache, sagt auch die SPÖ. Nur sei man einmal mehr vor vollendete Tatsachen gestellt worden und es wären auch keine Vergleichsangebote eingeholt worden. Also durchaus auch berechtigte Kritikpunkte, die ÖVP-Stadtchef Herbert Osterbauer zumindest bei den geforderten Vergleichsangeboten entkräftet: Es hätte um diesen Preis und in dieser Ausstattung nichts Vergleichbares gegeben.

Dass die SPÖ die Sache zwar gutheißt und am Ende aber gegen den Ankauf der Bühne stimmt, wirkt daher etwas verwunderlich. Da scheint es dann eher nicht mehr um die Sache, sondern gekränkte Eitelkeit zu gehen. Das ist ebenso unnötig, wie im Vorfeld nicht darüber zu informieren.