Hoffnung auf Umwegen. Fritz Hauke über Thorsten Röchers zweiten Bildungsweg.

Von Fritz Hauke. Erstellt am 01. August 2017 (05:00)

Dieser Pass. Zucker. Thorsten Röchers Vorarbeit für Sturm Graz‘ Treffer in der Europa League Quali musste man sich einfach öfter ansehen. Der gebürtige Gloggnitzer ist spätestens jetzt auch jenen Fußballfans ein Begriff, die sich nur sehr peripher mit der österreichischen Bundesliga beschäftigen.

Röcher ging den harten Weg. Anders als viele seiner Berufskollegen wurde er nicht in einer Akademie ausgebildet, sondern ging durch die etwas andere Fußball- und Lebensschule des Gloggnitzer Kampfmannschaftsfußball in der 1. Klasse und der Gebietsliga. In Mattersburg reifte er zu einem grundsoliden Bundesliga-Spieler heran, hielt dem Verein auch nach dem Abstieg in der Ersten Liga die Treue.

Ein Aufstieg und zahlreiche Top-Leistungen für die Burgenländer später hat Röcher jetzt den Schritt zu Sturm Graz gewagt. Und hat bewiesen, dass es nicht immer eine LAZ und/ oder Akademie-Ausbildung benötigt, um bei einem heimischen Top-Klub zu landen und den Verteidigern von Fenerbahçe Istanbul um die Ohren zu laufen.

Und wenn Röcher so weiter macht, dann wird Sturm Graz nicht der Zenit gewesen sein – denn mit 26 Jahren muss Röcher auch das Nationalteam oder das Ausland noch nicht abschreiben.