Kompromiss ohne Nachteile. Über den umstrittenen Standort des Wertstoffsammelzentrums.

Von Christian Feigl. Erstellt am 17. Februar 2021 (03:45)

Jede Gemeinde kann sich glücklich schätzen, einen Paradebetrieb wie jenen der Firma F/List in seinem Ort angesiedelt zu haben. Das bringt nicht nur viele Arbeitsplätze, sondern auch wertvolle Kommunalsteuern.

Dass das florierende Unternehmen mit einem Wertstoffsammelzentrum in der Nachbarschaft keine Freude hat und dieses gerne woanders sehen würde, ist nachvollziehbar. Der Thomasberger ÖVP-Bürgermeister Engelbert Ringhofer steckt nun in der Klemme: Unterstützt er die Firma bei ihren Absichten, den Plan zu verhindern oder zu ändern, oder unterstützt er den Abfallwirtschaftsverband, wo seine Gemeinde ja auch Mitglied ist und damals für diesen Plan gestimmt hat? Ein Dilemma, das noch viele Gespräche und ebenso viel Fingerspitzengefühl bei der Entscheidung fordern wird.

Am Ende wird es wohl auf einen Kompromiss hinauslaufen. Wenn die Beteiligten damit leben können, ist das in Ordnung, aber nur, wenn die Bevölkerung dadurch keinen Nachteil hat.