Kontroversiell, aber konstruktiv. Über die erste lokale Podiumsdiskussion zur Nationalratswahl.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 10. September 2019 (05:00)

Ibiza-Affäre, Schredder-Gate, Wahlkampfkostenobergrenze, Cyberattacken. Manch‘ politischer Beobachter könnte dieser Tage den Eindruck gewinnen, es gebe in diesem Nationalratswahlkampf keinerlei Sachthemen, zu denen sich eine Debatte lohnen würde. Zu Zukunftsthemen wie Bildung, Pflege, Umwelt oder Verkehr etwa...

Dass es genug sachlichen Diskussionsstoff gibt, stellte dieser Tage die erste Podiumsdiskussion mit lokalen Kandidaten in Wimpassing unter Beweis. Kontroversiell, aber konstruktiv und vor allem wertschätzend wurde etwa über das Klima oder Migration gesprochen.

Doch nicht nur der respektvolle Umgang der Kandidaten untereinander war bei der Veranstaltung bemerkenswert: Besonders die Tatsache, dass der „Club 28“, also die „junge“ Sektion des Kulturvereines, die Diskussion plante, organisierte und durchführte, ringt einem Respekt ab. Und widerlegt einmal mehr das Vorurteil, junge Menschen würde die Politik so gar nicht interessieren.