Lehren müssen gezogen werden. Über den Andrang ins Skigebiet am Semmering und die Konsequenzen.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 30. Dezember 2020 (03:45)

Gutes Wetter, beste Bedingungen: Es hätte alles so schön werden können, an den ersten Saisontagen am Semmering. Doch weil zu den Weihnachtsfeiertagen der Ansturm derart groß war und sich viele nicht an die aufgestellten Regeln hielten, zogen die Verantwortlichen die Reißleine und verschärften die Maßnahmen. Die Rodelwiese wurde gesperrt, zusätzliche Kräfte eingesetzt.

Dass sich nach diesen Vorfällen die Schuldfrage aufdrängt, ist keine große Überraschung. Sie zu beantworten, fällt aber nicht leicht. Denn nur den Liftbetreibern oder der Gemeinde alleine den schwarzen Peter zuzuschieben, greift eindeutig zu kurz. Zwar waren die im Vorfeld getroffenen Maßnahmen offensichtlich zu lasch – immerhin wurden aber recht rasch Konsequenzen gezogen. Einmal mehr muss also an die Eigenverantwortung eines jeden Einzelnen appelliert werden: Denn eine Ultima Ratio, bei der sämtlicher Betrieb wieder untersagt werden muss, kann eigentlich keiner so wirklich wollen.